gängerische und schlecht besoffene England! Die gütigeNatur enterbt nie gänzlich ihre Geschöpfe, und indemsie den Engländern alles was schön und lieblich istversagte, und ihnen weder Stimme zum Gesang, nochSinne zum Genuss verliehen, und sie vielleicht nur mitledernen Porterschläuchen, statt mit menschlichen See-len begabt hat, ertheilte sie ihnen zum Ersatz ein grossStück bürgerlicher Freiheit, das Talent sich häuslichbequem einzurichten, und den William Shakspear.
Ja, dieser ist die geistige Sonne, die jenes Land ver-herrlicht mit ihrem holdesten Lichte, mit ihren gna-denreichen Strahlen. Alles mahnt uns dort an Shakspear,und wie verklärt erscheinen uns dadurch die gewöhn-lichsten Gegenstände. Ueberall umrauscht uns dort derFittig seines Genius, aus jeder bedeutenden Erschei-nung grösst uns sein klares Auge, und bei grossartigenVorfällen glauben wir ihn manchmal nicken zu sehen,leise nicken, leise und lächelnd.
Diese unaufhörliche Erinnerung an Shakspear unddurch Shakspear, ward mir recht deutlich währendmeines Aufenthalts in London, während ich, ein neu-gieriger Reisender, dort von Morgens bis in die späteNacht nach den sogenannten Merkwürdigkeiten herum-lief. Jeder lyon mahnte an den grossem lyon , anShakspear. Alle jene Orte, die ich besuchte, leben inseinen historischen Dramen ihr unsterbliches Leben,und waren mir eben dadurch von frühester Jugendbekannt. Diese Dramen kennt aber dort zu Lande nichtbloss der Gebildete, sondern auch jeder im Volke, undsogar der dicke Beefeater , der mit seinem rothen Rock