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2 (1805) Gegenwärtig ueber das Gemeinschaedliche der Beybehaltung der Staatsfoerste oder sogenannten Kammeralforstregie, mit dem Detail der baierischen Kammeralforststatistik, zur Beleuchtung der Kammeralforststatistik im Allgemeinen
Entstehung
Seite
668
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Der Vordersatz dieses Einwurfes Ist allerdings rich-tig; die Schlußfvlge aber ist es nicht. Dieses zu bewei-sen setze ich entgegen, daß Getreide und andere Lebens-mittel gleich allgemeine und gleich unentbehrliche Bedürf-nisse find; daß wirklicher Abgang derselben anf län-gere Zeit eben so große Unordnungen und noch schädli-chere Folgen nach sich ziehen würde; daß es aberdoch noch Niemand eingefallen sey, zu behaupten: derAckerbau und die Produzirung aller Lebensmittel kön-nen nicht den unzusammenhängenden Anstalten der Pri-vatleute überlassen bleiben, sondern müssen ganz alleindas Teschaft einer Regierung seyn. Sagen Sie janicht. Freund: mein Glcichniß seye paradox, und passenicht auf obigen EInwurf, weil man mir weiter ant-worten wird: das Holz wachse nicht wie Getreide oderandere Früchte auf; sondern erreiche grdßtentheils seineVollkommenheit erst nach einer Reihe von Jahren, wel,che das gewöhnliche Menschenalter übersteigen; folglichwäre zu besorgen, daß Privatleute, welche fast immergewohnt sind, blos die gegenwärtigen Vortheile zu be-rechnen , auch so gar leicht durch den Druck der Umstän-de dazu gezwungen seyn können, nicht selten die Zukunft,und das LooS der Nachwelt aus den Augen verlierenwürden. Ich läugne nun ganz und gar nicht, daßdieses nicht hie und da im Einzelnen der Falle wäre;allein im Ganzen kann das unmöglich geschehen. Be-trachten Sie nur erst die Menschen mit philosophischemBlicke, und Sie müssen finden und bewundern, daß ihrWeben und Streben hiernieden die Absicht verrath, alsvb sie wenigstens einige Jahrhunderte zu leben gedäch-ten.