nicht daran gedacht Ihrer Frage jene ungeheuere AuS,dehnung zu geben, welche ich ihr beyzumessen Beruffühle; denn ich halte eS für hohe Zeit, daß dieser wich-tige Gegenstand bald in jener Simplizitat zur Sprachekomme, ohne welche noch nie eine große Wahrheit all-gemeinen Eingang gefunden hat. Wahrend Kollegien,und Akademien, Gesellschaften und einzelne Gelehrte,Abhandlungen über Abhandlungen schreiben und veran,lassen, und durch eine ungeheuere Menge von Lokalitä-ten und Zeitverhältniffen die Gesichtspunkte so verviel-fältigen , daß die Wahl und Anwendung der gegebenenVorschläge von Zeit zu Zeit unmöglicher wird, gera-then unsere Waldungen in einen Zustand, bey welchemsich die Aussichten, dem Holzmangcl wirksam zu begeg-nen, bald gänzlich entfernen dürften. Wie sehr mages demnach ein erwünschtes Unternehmen sey«, irgend«inen Vorschlag zu thun, wodurch alles über diese Ma-terie bereits gesagte nach dem Maße der Anwendbar-keit doch einmahl zur Ausübung kommen könnte. Siewerden zwar sagen, mein lieber Fr., daß ich in diesemFalle den gordischen Knoten nicht auflöse, sondern zer-haue; allein, wenn Sie es genau überlegen wollen: soist es ja ohne Zweifel besser, ihn mit dem Schwerte ei-nes Alexanders, als mit der Spitzfindigkeit der Geheim-niskrämer zu zergliedern, weil wir bey jenem wenig-stens schon die Zeit gewinnen, welche wir bey diesernoch lange uubenützt müßten vorbey streichen lassen.Zeit gewinnen aber heißt hier schon vieles gewönne»habe».
ir»
Sir