Druckschrift 
2 (1805) Gegenwärtig ueber das Gemeinschaedliche der Beybehaltung der Staatsfoerste oder sogenannten Kammeralforstregie, mit dem Detail der baierischen Kammeralforststatistik, zur Beleuchtung der Kammeralforststatistik im Allgemeinen
Entstehung
Seite
643
Einzelbild herunterladen
 

In den allerältesten Saalbüchern und pfarrlichenUrkunden findet man schon dieselben Dörfer, Weiler,und Einöden, welche auch jetzt vorhanden sind.

Man darf also annehmen, daß die Population,und Agrikultur bereits seit 1000 Jahren sich so ziem-lich gleich blieb.

Die Holzkonsumtivn verhalt sich gerade wie diePopulation, Agrikultur und Industrie der Gewerbe.

Die Holzkvnsumtion wird sich bis auf einige Jah-re zurück auch so ziemlich gleich geblieben seyn.

Dieses vorausgesetzt, hätte die gänzliche Devasta-tion der Nadelhölzer bey einer im Durchschnitt gojäh-rigen Umtriebszeit, und bey der arithmetischen De-struktionsprogression nach vier, und sechshundert Jah-ren eintreten müssen z und wir hätten längst schon keinNadelholz mehr.

Da aber dieses nicht erfolgt ist, so muß entwe-der die Destruktion durch Auslichten weder noch

sondern weit geringer, vielleicht kein oder kein-I-, vielleicht gar keine seyn, oder die Destruktionist immer auf Koste» der überflüssigen Waldreserve be-trieben worden.

So eine überflüssige Waldreserve ist bey der er-wiesenen permanenten Populationsmehrbeit nicht mög-lich für eins, fürs zweyte beweisen der noch bestehende

ge-