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[1,1] (1804) Gegenwärtig über ihre Purifikationen, sammt der Geschichte des Forstwesens im Allgemeinen, vorzüglich in Baiern
Entstehung
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Wie schon gesagt worden, mit der Forstweide ginges eben so; sie wurde schon seit der ersten Forstord-iiung als schädlich anerkannt, und der Nachtheil, densie den Fürsten bringt, in den darauf folgenden Man-daten immer nachdrücklicher erklärt, und aus allenJungholz-Anflügen, wo Einfänge gemacht, oder Schäbeausgehangcn sind, verbannt: daher darf die Forstweideeben so wenig die Holzkultur als die gemeine Weidedas Zwcymähdigmachen einer Wiese hindern: alle Man-date athmen diesen Geist. Wenn nun ein Wald inKultur gelegt, jede Blöße zum Holzanflug befähigt ist,oder gar schon künstliche Saaten darauf stehen wo solldas Vieh weiden? Auf den kultivirten Plätzen uni»Anflügen darf es das so lange nicht, bis nicht die Pflan-zen dem Maul des Viehes entwachsen sind, also bleibt

über-

Anstrenzunz entgegen zu kommen. Es ist in diesem Fachenoch viel zu thun, aber bey den so einfachen und klarenKulturgesetzen wird es leicht seyn, alle weitere Anständezu heben, wie auch seit einiger Zeit von mehrern Beam-ten sogleich alle Abtheilungen durch Vergleiche bey derersten Zusammenkunft berichtigt wurden. Bis Ende De,zembcrs laufenden Jahrs werden von den Landesstellengleiche Kulturanzeigen gefordert, und Se. Churfürstl,Durch!, erwarten, daß Höchstselbe gleiche höchste Zufrie-denheit ertheilen können, und für öde Strecken im Landenichts mehr zu thun übrig bleibe.

München den 17. Febr. 1804.

Churfürstl. Landesdirektion von Baiern.

Freyherr vvu Weichs Präs.

Kreitmaier Secr<