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Geschichtliche Nachrichten über die Familie v. Enckevort : Zusammengestellt auf Grund der Vorarbeiten des Eduard v. Enckevort
Entstehung
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ward aber schwer verwundet gefangen genommen.A. vonTnckevort, im Gebüsche umringt, mußte sciuen Degen über-liefern." 9

Leide, im Glück wie Unglück vereint, wurden nachLennfeld in höchst ehrenvolle Haft gebracht, wo sie auf ihrbloßes Threnwort frei umhergehen durften.

Alit großem Jubel ward der Sieg Lernhards vonIveimar in Paris anfgenommen, doch schien man im Volkeden zuversichtlichen Nachrichten nicht den rechten Glaubenzu schenken.Deßwegen nun haben Ihre KöniglicheAlajestät von Frankreich Herzog Bernhards Fürstliche Gnadenersucht, die beiden Gefangenen Jean de Iverth und Als.d'Gnquenfort, mit einer starken Touvoy nachher fdarißbringen zu lassen, allda sie nach Ivürden traktiert und Alles,was Sr. Fürstlichen Gnaden ihnen zugesagt, gehalten werdensolle." Bernhard mußte diesem Ansinnen nachgeben undbeide Kriegsgefährteu veranlassen, ihre notgedrungene Neisezu dem zierlichen und üppigen Hofe Ludwig XIII. anzutreten.9

Freitag, den 7. Alai, wurden sie mit einem starkenTouvoy zu Noß uud Fuß von Lennfeld abgeführt, nachdemder Herzog Bernhard sie der würdigsten Behandlung ver-sichert und sie dem Kannnerjunker Als. de la Aleillerayenur mit dein Ledinge überantwortet hatte, daß sie wie Ge-nerale gehalten würden, schließlich aber seine (des Herzogs)Gefangene blieben uud nicht in j?aris zur Schau ausgestelltwürden.I

Ivider ihre kühnsten Trwartungen glich Ioh. v. Iverthsuud Adrian von Tnckevorts Neise mehr einem Trinmph-zuge als dem Transporte von Gefangenen, ja es war sogar

si Barthold, Gesch. des großen deutschen Krieges MS. II p. 9Z-Th. E. III p. 9-^2. r. Stramberg, Thr. Nhein. AntiguariusIII. Akt. -I Bd. Koblenz M?. L. 6^2 folg.Der Anblick von Ge-fangenen solcher Bedeutung sollte dem unter der Last der Abgabenund des Krieges erliegenden Volke ein Gegenstand der Zerstreuungund Erhebung sein."

9 Barthold, Geschichte a. a. (l). >1 M flg.