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Gncke mit seinen Variationen ist eine Abform des alt-hochdeutschen unzi. enAS, auAustus (Zotb. NAAvus, unAsls, auAe,norcl. unAr.) Bei Tatian s sZ koinmt vor tlüa engun pborts,die enge Pforte, der schmale Durchgang, was ungefähr mitunserem Guckevoirt identisch sein könnte. kveil nun sprachlich„anlautendes Lug sich nicht sauber von jug scheiden läßt" 2),wird wohl jngkefort :c. die gleiche Grundbedeutung haben.
Gnckevoirt wäre demnach ein schmaler Durchgang,es kann dies ein Paß in gebirgiger Gegend, eine Furt imFlachland sein. !Nehr läßt sich aus der sprachlichen Er-klärung nicht entnehmen. — jedenfalls wird aber die Gut-wickelung ungefähr folgende gewesen sein: der an sich überalluntrennbare Ausdruek sncks vosrt wurde auf einen bestimm-ten Punkt lokalisiert und schließlich zu dessen Namen, vondem Ort ging nachher der Name auf seineu Besitzer überund ward zu dessen Familiennamen. —
Ivo dies alte Guckevoirt, das wahrscheinlich ein Nittersitzwar, gelegen hat, läßt sich ebenfalls nicht feststellen; Schutzesverlegt es einmal in die Nähe von Limburg, ein andermalin die Umgebung von Uuerlo. — Überreste des alten Gneke-voirt mit lokaler Bedeutung dürften wohl kaum noch zurZeit des Auftretens der ersten uns genauer bekannten vonGucke voirts vorhanden gewesen sein, denn in keiner derzahlreichen Ghrouiken seit dein HS. jahrhuudert findet sichauch nur eine leise Andeutung auf einen Ort Guckevoirt;während sich andrerseits das aus gleicher kvurzel hervor-gegangene Lselvoirt als Ortsnamen wohl, aber nicht alsFamilienname erhalten hat, wenn es jemals zu einen: solchengeworden sein sollte.
') Graff, Althochdeutscher Sprachschatz. Berlin t^H.j Förstemann, Altdeutsches Namenbuch. Bonn t^oo.