Englische Kunst
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ches Studium der niederländischen Schule. Dieselbe Richtung zeigt der talentvolle A.Fräsen, z. B. in seinem Flicker beim Frühmahl. — T. G. Goodist bekannt durchseine trefflichen Seestücke. Er hat den tausendfaltigen Wechsel, dem das Meer unter-worfen ist, die feinsten Nuancen, welche das Spiel des Lichtes auf dem bewegten Ele-mente hervorbringt, Schiffe und Matrosen mit sicherm Blicke beobachtet und weißsie mit fester Hand nachzubilden. Er idealisirt nicht wie Vernet, und doch sindseine Darstellungen nicht ohne Poesie, weil er einen großartigen Vorwurf lebendigersaßt und frisch und treu wiedergibt. Er spielt nicht mit Licht- und Schattenef-fecten, er braucht keine übernatürlichen Einwirkungen, geheimnißvolle Lichter undwas dergleichen Kunstgriffe sind, mit denen so viele seiner Kunstgenossen ein faulesSpiel treiben; sein? Seeleute mit ihren braunen, dem Wind und Wetter dienendenGesichtern und der seemännischen Haltung treten uns wie Bekannte entgegen, wirhaben sie in den Häfen hundert Mal gesehen. — T. Bark er, Schlachten-maler, ein junger Mann, der sehr viel verspricht und gute Meister mit Eifer stu-dirt hat; Charakter, Stellung, Ausdruck seiner Pferde sind meisterhaft. — A.Chalon, Genremaler, in seinen neuesten Arbeiten zu künstlich und geziert. —W. Daniell und C. Stanfield, nicht ohne Talent, in Seestücken vorzüg-lich.— Salter, ein junges vielversprechendes Talent. — B. Bartholomen?, sehrglücklich in Blumenstücken. In diesem letztern Zweige der Kunst verdienen vonThowinkel, Mad. de Corolera, Miß Byrne, Miß Scott, Mrs. Pope und Wi-chels genannt zu werden. — Unter den Miniatur- und Wasserfarben ma-lern nennen wir vorzüglich Holmes, Bone, Miß Sharpe, Barret, Cattermole,Nash, P. de Wind, I. F. Lewis, I. Stephanoff, Hills und Prout. Zu denKünstlernamen von anerkanntem Ruf gehören noch: Turner, Stothard, Leslie,George und Robert Cruikhank, Constable, Newton, A. Robertson, T. Webster, I.S. Davis, Westall, Phillipps, Lee, I. Hayter, Hofland, Eastlake u. s. w., undneuerdings haben sich durch ihr Talent bemerklich gemacht: S. I. Rochard, W. I.Naston, Mrs. I. Robertson, W. C. Roß, G. Patten, A. Parsey, A. E. Malon,M. Houghton, Miß Fanny Corbaux, Mrs. Green, Miß Jones, O. Oakley, F.George, Davis, Derby, Lance (unter den vielen Künstlern, welche Stilllebenbehandeln, die zwei ausgezeichnetsten), Dawe ein (ausgezeichneter Portraitmaler),Crome (meisterhaft in seinen Ansichten von Städten), Castlane, Drummond,Scrymgeour, Büß, Miß Alabaster, A. Morton, Clint, Mrs. Pearson (gute Por-traitmalerin), Elise, T. Turneley, F. M. Baynes, H. Parke.
In dem Fache der Stein schnei dekunft zeichnet sich besonders I. T. Wil-liams aus. — Vorzügliche Arbeiten in der Stempelschneidekunst sind sel-ten; die bessern Arbeiten in diesem Zweige liefern A. I. Stothard und W.Wyon. — Die Bildhauerkunst hat seit Flaxman (s. Bd. 4) bedeu-tende Fortschritte gemacht. Die Basreliefs dieses Meisters verbinden mit derInnigkeit und Tiefe der Idee jene edle Einfachheit und Clafst'citat der Darstellung,die seine berühmten Umrisse charakterisi'rt. Sein Schild des Achill gehört zu den.schönsten Produktionen der Kunst in der Weise des flachen Reliefs. Seine Statuenund Gruppen zeichnen sich durch Bedeutsamkeit, Lebendigkeit, Zartheit undAnmuthder Erfindung und technische Vollendung aus. Chantrey's Styl ist keusch undWürdevoll. Wyat, der in Rom sich gebildet hat, zeigt ein herrliches Talent. I. Gib-I°n hat die Reinheit der Zeichnung und die Grazie und Weichheit der Ausführung,welche die Arbeiten von Nollekens charakterisi'rt, und den er in manchen seinerArbeiten, z. B. in der Nymphe, welche ihre Sandalen löst, durch freiere Behand-lung und eine eindringendere Vertrautheit mit der Antike übertrifft. R. Westm a-svtt's (s. d.) Arbeiten zeichnen sich durch kunstlose Anmuth und Einfachheit aus.)n Baily's Darstellungen herrscht Geschmack, Gefühl, Lebendigkeit der Dar-^'llung, Natur und Wahrheit. W. G. Nichol hat sich Michel Angelo zum