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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
766
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766 Elektromagnetismus ^

und trug für die reichsten Einbände Sorge. So vereinigte er während seines Auf- " D

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entHalts zu Mailand, Florenz und Wien (wo er während der französischen Herr-

schast in Italien meistens wohnte und sich mit einer Gräfin Zinzendorf vermählte)

zene kostbare Sammlung alter Drucke, welche er, 1814 nach Florenz zurückgekehrt, im

Jul. 1818 dieserseiner Vaterstadt zum Geschenke machte. Außer den Editionen aus der 'dem 15. und dem Anfange des 16. Jahrhunderts, worunter man namentlich eine

fast vollständige Reihe der Aldinen, genannt clell' uno.oru secca, und jene clel . ..MMdenI^^'

memorlale des Pannarz ohne Lücke findet (deren sich nur die Spencer'sche und AWl" ^

die Bibliothek in Paris rühmen kann), sieht man darunter eine Sammlung der s.Dovi

ersten Ausgaben der biblischen Schriftsteller im Originaltext. Der Großherzog

Ferdinand III. wußte dieses Geschenk zu würdigen und, außer mehren Ehrenbezei- ^ des Christ?gungen, die dem Geber zu Theil wurden, verordnete er die Erbauung eines reichen, M jn Allstan die berühmte Laurenzianische Bibliothek anstoßenden Saals, um diese seltenen dc

Monumente der Typographie darin aufzustellen. Aber E. ward nicht die Freude, '-M/' ^die Vollendung dieses, leider noch jetzt unbeendigten Baus zu erleben: er starb zu ( ^

Wien am 26. Oct. 1824, nachdem er im Frühling desselben Jahrs seine Vater- ^

stadt noch einmal besucht hatte. Als Schriftsteller hat er sich durch seine Satiren ^

und Epigramme bekannt gemacht, die ihm zwar viele Tadler und Feinde zuzogen, ^aber an I. B. Niccolini, der einen schätzbaren Abriß seines Lebens schrieb, einen be- Mundmtmlchtellredten und kompetenten Beurtheiler und Vertheidiger fanden. E. war von schönem MMs Buchbinder?'Äußern und ruhigem, gemessenen Benehmen, das indeß durch seinen scharfen Witz Wichum durch ennicht selten belebt ward. Seine Hauptlecture blieben von seiner Jugend an die Al- MrMicg die kuuten, und er konnte sich mancher in Vorurthule ausartenden literarischen Ansichten AüibemKmg^cin Hinsicht der Neuern nicht erwehren, welche weder der Zeit noch der Discussion Ättus BMnMyweichen wollten. ^ (58) >, dieZnsel zum Mild

Elektromagnetismus. Nachdem, hauptsächlich durch Örsted, das Ätilck, seit PomsVermögen elektrischer Ströme, Magnetismus in den Körpern zu erwecken, APuptlingeaiifOknachgewiesen worden war, hatte man sich vielfältig bemüht, auch umgekehrt durch -M nach seiner ÄMagnete elektrische Ströme hervorzurufen, allein ohne zum Zweck gelangen zu kön- !ichM^ ^nen. Erst Faraday (s. d^) glückte es 1831, diese wichtige Entdeckung zu ma- AbnMmitbb'

chen, von der Ampere früher nur Andeutungen erhalten hatte. Seine aus-

führliche Arbeit über dieselbe ist zwar bis jetzt noch nicht erschienen, allein da

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sofort nach erster Bekanntwerdung einer Notiz darüber verschiedene Physiker sich

mit Wiederholung und Abänderung seiner Grundversuche beschäftigt haben, so sinddie Untersuchungen darüber schon zu einer gewissen Entwicklung gediehen. Hiermag es genügen, einige Versuche anzuführen, welche die Erscheinung in ihrer groß- ^

ten Einfachheit darstellen. Man winde um einen ausgehöhlten Holzcylinder spi- MM

ralförmig einen mit Seide übersponnenen Metalldraht von etwa einer ViertellinieDicke, zu dessenAufnahme auf der Oberflache des Holzes eine spiralförmige rinnen-artige Vertiefung in dicht aneinanderliegenden Schraubenwindungen vorhanden ist. Verdes

Die beiden Enden dieses Drahts werden mit den Enden des bekannten Schweigger'- Vvrrath

sehen Multiplicators in Verbindung gesetzt, wobei Bedacht genommen werden muß,diese Enden hinreichend zu verlängern, daß bei Anstellung der Versuche keine directe MEinwirkung des Magneten auf die Nadel des Multiplicators stattfinde könne,

Führt man jetzt einen cylindrischen Magneten schnell in die Höhlung des Holzcylm- WM ^ders ein, so wird die Magnetnadel des Multiplicators durch ihre Ablenkung sofort .. ^

das Vorhandensein eines elektrischen Stromes anzeigen, der jedoch nur momentan M beßW' ^ist und sofort wieder verschwindet. Beim Herausziehen des Magneten aus dem ^ ' 5

Holzcylinder wird aber von Neuem eine, wiederum nur momentane Ablenkung der ^ W We x

Magnetnadel eintreten, welche die entgegengesetzte Richtung als die erste hat, zum Wg

Zeichen, daß der durch das Herausziehen des Magneten aus dem Cylinder entste- ^ ^ ^ ershende Strom die entgegengesetzte Richtung von dem durch das Hineinstecken ent-