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Eisenbahnen
fttzungskunft zu geben, eine noch unaufgelöste Aufgabe ist; aber es ist eine echt-komische Travestirung, mit Weglassung alles Dessen, was nur dem Kenner ver-ständlich sein würde. Darauf sollte nun in dieser Bibliothek der ganze Plautus inderselben Manier zubereitet, folgen. Wirklich bearbeitete E. mit seltener Beharrlich-
keit, dem schwierigen Verstandniß in der Ursprache nachforschend, nach und nach42 Stücke des Plautus, wovon der „Pralerifche Kriegsmann" auch wirklich für
die weimarische Bühne schon zur Aufführung vertheilt wurde. Er trat darübermit seinem alten Freunde Böttiger in Dresden in eine fortgesetzte Unterhandlungund erhielt von ihm die Handschrift mit vielen Verbesserungsvorschlagen zurück.Unter seinem, aus 215) Nummern bestehenden Nachlaß, und Mappen voll Entwürfeund einzelner Skizzen, befanden sich sechs Plautinische Stücke in der Reinschrift,die von feinen Erben nicht hatten unterdrückt werden sollen. Doch wurde vor derAuslieferung der Papiere fein Nachlaß vom Kanzler und Geheimrathe von Müllerim höchsten Auftrag gesichtet und Einiges davon auf die großherzogliche Bibliothek,Anderes in das Archiv der Freimaurerloge Amalia in Weimar gegeben; E. warnämlich viele Jahre ein eifriges, auch durch Reden und andere Beitrage thatigesMitglied des Bundes, der einst Göthe, Wieland, Herder und die ersten undthatigsten Staatsbeamten in seiner Mitte zahlte und noch jetzt zwei der erstenStaatsmänner Weimars an feiner Spitze hat und, frei von allen politischen Be-ziehungen, nur Menschenwohl fördert. Im vierten Hefte der „Analekten", dienur den Wissenden mitgetheilt werden, ist in einer Trauerloge E. ein tresslichesDenkmal von Meisterhand gestiftet worden, woraus ein Theil der hier mitgetheil-ten Schilderung entnommen ist. (55)
Elsenbahnen. Wenn Lasten mittels eines Schlittens fortgeschafft wer-den und der Boden horizontal ist, so hat die Zugkraft der Pferde nur die Reibungdes Schlittens am Boden zu überwinden. Das Verhaltniß der zu ziehenden Lastzur Größe der Kraft hangt von der Beschaffenheit des Bodens ab. Ist der Bodenrauh und wird der Schlitten sehr stark abgeschliffen, so betragt die Reibung vielleichtch der Last. Setzen wir mithin die Augkraft eines Pferdes etwa zu 1 Centner,so kann es etwa 3 Centner fortziehen. Bei unfern gewöhnlichen Wagen wird dieReibung von der Peripherie des Rades auf die Achse und das Innere der Nabeübertragen. Da beide gut abgedreht und eingefchmiert werden können, so habenwir hier zwei Körper, bei welchen die Reibung weit geringer ist; außerdem wirddieser Widerstand nach den Gesetzen des Hebels in dem Verhaltnisse des Durch-messers des Rades zum Durchmesser der Achse vermindert. Gesetzt, bei einem gutgeschmierten Wagen sei die Größe der Reibung an der Achse von der Größe derLast, es sei ferner der Durchmesser des Rades 5 Fuß oder 60 Zoll, der Durch-messer der Achse 4 Zoll, so ist die zum Fortfahren der Last erfoderliche Kraft gleich-x-.-5^ —^-7-5 der Last, oder die Last, welche fortgefahren werden kann, ist 120Mal größer als die Kraft. Behalten wir also die oben angenommene Zugkraftbei, so kann ein Pferd 120 Centner ziehen. Auf den gewöhnlichen Straßen er-reichen wir diese theoretische Größe nie, ja wir dürfen im Durchschnitt nur etwa12 Centner auf-s-' des obigen annehmen. Hieran sind die vielen Hindernisse, dieoben nicht in Anschlag gebracht wurden, Schuld. Liegen Steine im Wege, somüssen die Pferde die Last gewissermaßen über eine schiefe Ebene ziehen, und da-durch geht ein sehr bedeutender Theil der Kraft verloren. Behalten wir z. B. die ebengegebenen Dimensionen der Rader bei, nehmen sodann an, daß zuweilen Steinevon etwa 2 Zoll Höhe im Wege liegen, so laßt sich mit großer Bestimmtheit zei-gen, daß die eben gefundenen 120 Centner auf weniger als 50 herabgebracht wer-den, und noch bedeutender wird der Verlust, wenn die Pferde schneller gehen. Wirdder Boden weich oder sandig, so schneidet der Wagen tiefein und der Verlust wirdnoch bedeutender. Der Widerstand wird schon auf den gewöhnlichen Chausseen
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