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Duboiö
Oase am 21. Febr. 1819 mit D. zusammengetroffen sei, welcher damals erst ausder Hinreise begriffen gewesen. (S. „Huarterl^ review", Nr. 55.) So viel ist gewiß,daß D. ihr den Namen „Da vsliee <i'DI vacleel" gab. Der einzige Schriftstellerder alten Welt, welcher davon Erwähnung thut, ist Olympiodor, der bei Schilde-rung der Oase von Theben von einem innern und äußern Theile derselben spricht,welche an 190 Meilen von einander entfernt liegen sollen, was übrigens mit,dergegenwärtigen Entfernung übereinstimmt. Belzoni, der Entdecker des großenKönigsgrabes bei Theben und Eröffnet der Pyramide von Giseh, sowie des Tem-pels von Apsambul, hat sich, und wol nicht mit Unrecht, über D .'s Neid und feind-liche Gesinnung beschwert, womit er alle seine Plane und Mühen zu vereitelnsuchte; denn kaum hatte Dieser seine Rückreise nach Nubien im Februar 1817beschlossen und sich den Nil aufwärts eingeschifft, so schickte O., der schon die Weg-schassung der Memnonsbüste mit scheelen Äugen ansah, zwei Agenten eiligst zuPferde voraus, um ihm zuvorzukommen, und Alles anzukaufen, was etwa dieAraber in der letzten Zeit entdeckt hatten, und Belzoni nur die Ährenlese übrig zulassen. Während Cailliaud, Minutoli, Prok sch und Andere D.'s Gefälligkeit nichtgenug zu loben wissen, werden er und sein College, der britische Consul Salt, von vie-len Reisenden, besonders Saulnier und Lelorrain, angeklagt, sich den ausschließendenBesitz der ägyptischen Alterthümer angemaßt und sich förmlich vertragsweise in die-selben getheilt zu haben, als wenn die Pharaonc sie Beide zu alleinigen Erben ein-gesetzt hatten. Seit 18 K>, in welchem Jahre D. Deutschland bereiste und auchdurch Leipzig und Dresden kam, ist er durch den als Schriftsteller bekanntenMimault in seinem Amt als französischer Generalconsul für Ägypten ersetzt, undlebt jetzt als Privatmann abwechselnd in Frankreich und England. Sein überausahnliches Bildniß, von Gau in Alexandrien gezeichnet, befindet sich in der vomProfessor Vogel der königlichen Galerie der Kupferstiche und Handzeichnungcn zuDresden überlassnen Sammlung von Originalbildnissen berühmter Künstler undKunstkenner. (8)
Dubois, französischer Deputirter aus Nantes, wurde in der unter Noyer-Collard's Leitung so blühend gewesenen Dcole normale cko pros^seurs in Parisgebildet. Als diese auf Befehl eines engherzigen Ministeriums eingegangen war,vereinigte sich D. mit einigen seiner Mitschüler, um ein Literaturblatt zu stiften,welches den kleinen, mit Klatschereien angefüllten Tagsblattern an Gehalt undWürde weit überlegen sein sollte. Dieser Plan, welcher von der Doctrinairparteiunterstützt wurde, kam zu Stande, und so begann der unter D.'s Lei-
tung. Anfangs blieb dieses Blatt unbekannt, nach und nach zeichnete es sich durchdie Kenntniß fremder Literatur und die Wärme, womit es sich dersel'-en gegendie sogenannte classische Einseitigkeit der altern Franzosen annahm, vorteilhaftaus. Die Nomantik fand hier sehr eifrige Vcrtheidiger, und die in den altern Ta-gesblättern oft hart mitgenommenen kühnen Schriftsteller der jüngern Zeit, wieVictor Hugo, Lamartine u. A., wurden hier als die genialsten Dichter des jetzigenFrankreichs gepriesen. Das Blatt bekam in Frankreich und im Ausland ein gro-ßes Ansehen und wurde der Sammelplatz der romantischen Literatur. Als Mar-tignac ein Preßgesetz eingeführt hatte, welches den Journalisten mehr Sicherheitund Freiheit gewährte als die vorigen und sie vor der Wiedereinführung der Censurbewahrte, verwandelte sich der „klotze" in ein politisches Tagsblatt und verthei-digte nun mit vielem Nachdrucke die bürgerliche und die Gewissensfreiheit. EinAufsatz aus D.'s Feder, worin den Bourdons das Beispiel der Stuarts alsWarnung vorgehalten wurde, reizte das Ministerium gegen den ,,(!I<>be" auf,D. wurde vor Gericht gezogen, vertheidigee sich mit vieler Würde in einer schönenRede und wurde freigesprochen. Bei der Juliusrevolution zeigte er nicht wenigerMuch als die andern freisinnigen Journalisten. Da nun die Verfassung verbessert
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