Dover
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dienst, als er die mit so vielen Opfern verbundenen Reisen auf eigne Kosten unter-nahm. Er war mit guten Instrumenten versehen und konnte daher durch astro-nomische Beobachtungen die Lage der auf seiner Karte verzeichneten Ortebestimmen, die Höhe der Gebirge messen und den Lauf der Flüsse mit Ge-nauigkeit angeben, weshalb sein Reisewerk als Quelle angesehen werden kann.Ein stets wiederkehrendes Wechselsieber und Mangel aller Art nöthigtenihn, sein Vorhaben, quer durch Afrika zu reisen und über Alexandrien nach Eu-ropa zurückzukehren, irufzugeben. Am 27. Iun. 1830 ging er zu Ambriz unterSegel, kam den 20. Iul. in Bahia und am 10. Aug. in Rio Janeiro qn, woihn eine langwierige Krankheit festhielt. Durch das günstige Klima am Laplata-strom, wohin er sich im December begeben hatte, wiederhergestellt* schiffte er sichein, und kam am 20. Iun. 1831 zu Paris an. Sein Bericht an die geo-graphische Gesellschaft machte großes '""fsehen; eine Commission, aus Eyries,Caraboeuf, Brue, Warden und Davesac bestehend, wurde beauftragt, überfeineLeistungen Bericht zu erstatten, der so günstig aussiel, daß ihm vor seinen Mit-bewerbern, Richard und John Lander, welche die Mündung des Quorra oder Ni-ger entdeckten, und Capitain King, der die Südküste Amerikas und Feuerlandsdestimmte, in der Sitzung vom 30. Marz 1832 der Preis — eine goldene Me-daille, 1000 Francs an Werth — für die wichtigste im I. 1830 gemachte Ent-deckung zuerkannt wurde. Die geographische Gesellschaft zu London hat auf Bar-row's Antrag sein Verdienst mittels des Ehrendiploms anerkannt. Unter Mit-wirkung des gelehrten Eyries hat D. seine Erfahrungen in dem Werke: „Vo^sge-m0onj;o et duns I'interieur do I'^t'rigzue egzumoctiule, luit duus les unnees1828, 1829 et 1830" (3 Bde., Paris 1832), niedergelegt. Die treffliche Kartehat Brue redigirt. (8)
Dover (George James Welvore Agar Ellis, Baron), geboren am11. Jan. 1797, ein jüngerer Sohn des Viscount Clifden, der im Oberhause stetszu den standhaftesten Kampfern für Staatsverbesserungen gehörte. Gleich nacherlangter Mündigkeit kam Ellis 1818 für den Flecken Heytesbury ins Parlament,und obgleich er bei den Erörterungen über große politische Fragen nicht in der erstenReihe stand, so zeigte er dabei doch stets seine freisinnigen Ansichten, wie 1829 beiden Verhandlungen über die Emancipation der Katholiken; mit lebhaftem Eiferaber ergriff er Alles, was sich auf Beförderung der Wissenschaften und Künste,auf wohlthatige Anstalten und Volksveredlung bezog. Von ihm ging 1824 derAntrag aus, Angerstein's Gemäldesammlung als die Grundlage einer National-stem anzukaufen, und seinen Bemühungen gelang es, daß das Parlament57,000 Pfund Sterling dazu bewilligte. Im Besitz eines ansehnlichen Vermö-gens unterstützt er freigebig alle gemeinnützigen Unternehmungen, und ist ein eifri-ger Beförderer der vaterlandischen Kunst. Seine erlesene Gemäldesammlung inseinem Hause zu London enthalt die vorzüglichsten Werke der ausgezeichnetstenlebenden Künstler Englands. Er ist eins der thatigsten Ausschußmitglieder derunter Georgs IV. Schutze gestifteten königlichen Literaturgesellschaft, sind war im-mer bemüht, den Zweck derselben auf Belohnung und Ermunterung literarischerVerdienste zu richten. Das berühmte historische Rathsel, die eiserne Maske, warder Gegenstand seiner ersten Schrift: ,,'IAetrue üistoi-^ ok tüe stute prisoner, com-Moni)' culled tüe iron wusle." (London 1826), worin er nach den von Delort inäner „Histoire de I'üomme uu muscjue de 5er" bekannt gemachten Actenstückendie, übrigens schon im 17. Jahrhundert (s. „ttistoire abrede de t'Lurope",leyden 1687) aufgestellte Meinung verficht, daß der Staatssecretair des Herzogsvon Mantua, Hercules Anton Mathioli, der Gefangene gewesen sei, wiewol sei-^ ^/sstunige Auseinandersetzung nicht alle Zweifel entfernt hat. In der kleinen^ Hrift „Historicul inejindes lke clmructvr ol l'devurd H) de, Uurl