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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
715
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Douville

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ten, schlug dies aber immer aus unk nahm nur die nicht politische Stelle einesMitglieds des Generalconscils an. So lebte er in der Zurückgezogenheit bis zurWiederkehr der Bourbons. Er wurde 1814 zum außerordentlichen königlichenCommissarius in drei Departements und bald darauf zum Pair von Frankreich er-nannt. Als Ludwig XVIII. im folgenden Jahre das Land verlassen mußte, ver-Hand sich D. mit der Association der Ludwigsritter und bot seine Dienste gegenNapoleon an. Auch die Gegner D.'s müssen ihm nachrühmen, daß er stets seinenpolitischen wie seinen religiösen Grundsätzen treu blieb; in Wort und That kon-sequent, war er sein Leben hindurch eine feste Stütze des Königthums, ohne übri-gens dem Despotismus zu fröhnen; schloß er sich nicht an alle freisinnigen Ideender beiden Jahrhunderte an, so lastet doch auf ihm nicht die Schuld, als Freund,spät.r als Minister der Bourbons, durch Anrathen verderblicher Maßregeln denStur; der Dynastie beschleunigt zu haben. Nach den hundert Tagen wieder inFrankreich angelangt, wurde er 1816 Aufseher der Nationalgarden seines Depar-tements, Präsident der obern Conseils der polytechnischen Schule, »Präsident vonfünf auf einander folgenden Wahlcollegien, Mitglied oder Präsident von 15 phi-lanthropischen, literarischen und andern nützlichen Vereinen, und übte durch seinenrastlosen Eifer großen Einfluß aus. Durch eine Ordonnanz vom 26. Dec. 1826;um Generaldirektor der Posten erwählt, führte er viele wichtige Verbesserun-gen ein, wurde dann Staatsminifter, und 1824 Minister des königlichen Hauses,in welcher Stelle er den Marschall Lauriston ersetzte. Die widerwärtigen Auf-tritte, welche bei der Beerdigung Larochefoucault-Liancourt's vorfielen, erregtenmit Recht sein Misvergnügen, und als Karl X. in seiner Verblendung am 29. April1827 die pariser Nationalgarde abdankte, legte D., der vergebens gegen dieseunpolitische Maßregel ehrerbietig pcotestirt hatte, augenblicklich seine Minifter-stelle nieder. Dadurch bereitete er den Sturz des Villele'schen Ministeriumsvor. Einige Monate nach der Juliusrevolution erschien er wieder in der Pairs-kammer bei Gelegenheit des Polignac'schen Processes und des Vorschlags der Ver-bannung der Bourbons. Er bekämpfte diesen Vorschlag, und desgleichen 18-32dm erneuerten Antrag des Abgeordneten Bricqueville. Darauf legte er seine'Pairswürde nieder, und wünschte, daß viele seiner Collegen dem Beispiele folgenmöchten, denn er hoffte dadurch die Deputirtenkanimer, welche allerdings nichtweniger gegen die Persönlichkeit vieler Pairs als gegen deren Erblichkeit eingenom-men war, zu bewegen, sich für die Erblichkeit zu erklären, welche Hoffnung sich aberbekanntlich nicht verwirklicht hat. D., Stifter des Hospitiums zu Montmirail,wendet auch jetzt sein großes Vermögen zu mannichfaltigen Wohlthaten an, dieöffentliche Meinung ehrt in ihm den Beschützer von Kunst und Wissenschaft, undselbst die exrremen Gegner seines politischen Glaubens achten ihn als einen Mannvon Charakter, der in Frankreich wenige seines Gleichen hat. (15)

Douville (Jean Baptiste), Secretair der geographischen Gesellschaft zuParis, einer der berühmtesten Reisenden unserer Zeit, ward im westlichen Frank-wich um 1?94 geboren. Schon in früher Jugend ging sein einziges Streben da-bm, sich die nöthigen Vorkenntnisse zu erwerben, um einst recht viele Länder undKölker mit Nutzen sehen zu können. Kaum hatte er den Besitz seines nicht unbe-deutenden Vermögens erlangt, als er abwechselnd Asien und Amerika besuchte,^or Allem aber zog ihn China an. Trotz der wachsamen Absperrungssucht derChinesen wollte er die Grenzen dieses merkwürdigen Staats überschreiten und indas Hxrz desselben eindringen. Von der tibetanischen Seite ward er durch denLangel eines, von dem chinesischen Gesandten unterschriebenen Passes abgehal-wn. später wollte er von Buenos Ayres aus, von wo häusig Schiffe nach demfbmeffchen Meer absegeln, seinen Plan durchsetzen und die listigen Chinesen über-!'!wn. Allein hier fand er noch größere Schwierigkeiten. Er reiste am 1. Aug,