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Erster Band (1832) A bis E
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Amerika

heure Mauer gethürmt dasteht. Aus der westlichen Einbuchtung des Meerbusenzvon Arica zieht nach Osten durch'Brasilien hin das Gebirge Chiquitos mit doppelterAbdachung. Zwei ungeheure Ebenen breiten sich an seinem Fuße aus : die LaPlata-Ebene oder die Pampas, und die Ebene des Amazonenlandes, jene grasreich,diese mit Wald bedeckt. Noch nördlicher, an der Küste des caraibischen Meeres'erheben sich die Gebirge von Caracas, welche das 50,000 HZM. enthaltendeBinnenland, die grasreiche Savanna oder Orinocoebene, einschließen. Man erWnur dann ein deutliches Bild von Amerika, wenn man im Süden die drei Fluß,systeme des Orinoco, Maranhon (Amazonenstrom) und La Plata nebst ihren Sei-tenströmen, mit denen des Missisippi, Ohio, des Cooksflusses, des Rio del Nockeund Missuri im N. vergleicht. Was im Süden die Andeskette, das sind imN. in Bezug auf das Skelett des Festlandes die Felsenberge (lloclc^ moun-wins) und die vier parallellaufenden Reihen der Lorber-, blauen-, Nord- und Alle-ghany-Gebirge (d. i. endlose Gebirge), welche zusammen die Benennung Apalachenführen. Wenn Nordamerika außer den erwähnten Strömen noch hauptsachlichdurch den Lorenz-, Mackenzie- und Kupferminenfluß, sowie durch den Ober-, denMichigan-, Huron-, Erie- und Ontario-See, den Athapesco, Nicaragua, den Cha-pala, Asinipolen-, Sklaven- und Winnipeg-See bewässert ist, so erhalt Südamerikadurch die Überschwemmungen des Uraguay, Parana, San-Francesco, Colorado,Pilcomajo, Vermejo und des Magdalenenflusses, welche sammtlich die schönstenWasserfalle (liauclkcles) bilden, eine große Fruchtbarkeit. Den obengenanntenSeen Nordamerikas kann man auf der Südhälfte, wenn auch weniger groß undwasserreich, den Pbara-, Zapatosa-, Maracaibo-, Parima- (LI voracko), Xaryes-,Potos-, Chincaychocha-, Parime-, Merun-, Villa-Rica-, Lauri- und Titicaca-See, sowie die salzreichen Porongosseen entgegensetzen. Das Klima ist in Süd-amerika durchaus kühler als in andern Erdtheilen unter gleicher Breite. Diemeisten Berge in der heißen Zone sind^ mit ewigem Schnee bedeckt. Humboldt be-stimmt die Schneelinie unter dem Äquator auf 14,772 pariser Fuß. — Nachder politischen Eintheilung unterscheidet man in Südamerika: 1) dasKaiserreich Brasilien; 2) Guyana, nämlich das französische, niederländische (Su-rinam) und britische; 3) die Centralrepublik Colombia, die sich 1831 in drei klei-nere Freistaaten: Neugranada, Venezuela und Aequator, aufgelöst hat; 4) dieRepublik Peru; 5) die Republik Chile; 6) die Republik Bolivia; 7) dmunumschränkten Dictatorstaat Paraguay; 8) die Silberrepublik (Republica ar-Aentina) oder den aus 13 kleinern Republiken bestehenden Staatenverein am Riode la Plata; 9) die Republik der Araucos; 10) die Lancia vriental odercüspla-tina; 11) Patagonien, oder die wüste Südspitze mit den sämmtlichen Eilanden ander magellanischen Straße, wozu gehören: Neu- oder Südgeorgien, mitten imSommer auf seinen Felsen fast bis zur Wasserfläche mit Schnee bedeckt, Sand-wichland, die Saunders- und die Lichtmeßinseln, und das erst 1819 von demenglischen Capitain Smith aufgefundene Neusüdshetland, eine Gruppe von fünfIn-seln, die er im Namen des Königs von England in Besitz nahm; ferner die 1822vom britischen Capitain James Weddel entdeckten Australorkaden mit dem CapDundas, welches sich, sowie der größte Theil der Berge dieses höchst unfruchtbarenLandes, nur mit spitzigen Gipfeln aus dem Meere erhebt. — Die bedeutendsten zuAmerika gehörenden Inseln sind die großen Antillen: Euba, Jamaica, Haiti(St.-Domingo oder Hispaniola), Porto-Rico; die kleinen Antillen oder carai-bischen Inseln: 1) die virginischen Inseln, ungefähr 60, darunter zu Dam-mark gehören: St.-Thomas, St.-Croix, St.-Jean; zu Großbritannien: Virgin-Gorda, Spanish-Town, Tortola, Anegada; zu Spanien: die Passage- oderSchlangeninseln; 2)St.-Eustach, 3) St.-Martin, 4) Anguilla, 5) St.-Barthc-lemy (schwedisch), 6) St.-Christoph oder St.-Kitts, 7) Newis, 8) Montserrat

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