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Erster Band (1832) A bis E
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Agardh

trefflich übersetzt. Au derselben Zeit lebte der berühmte dänische Phklolog Ras? inStockholm, wo er den isländischen Urtext herausgab. A. ist auch Verfasser einesTrauerspiels:Der letzte Folkunger" (Den sisw lolkunxen^, in welchem abe«nur die lyrischen Partien gelungen sind. (6)

Aaardh (Karl Adolf), Professor in Lund und Ritter des Polarsterns,geb. 23. Jan. 1785 zu Bästad in Halland, wo sein Vater als Kaufmannlebte. Er bezog 1799 die Universität zu Lund und trat 1807 zuerst als Lehrer derMathematik auf, bald aber nahmen seine wissenschaftlichen Bestrebungen einsganz verschiedene Richtung, und er sing an, die Lehre von den kryptogamischenPflanzen unter der Leitung des berühmten Professors Swartz zu Stockholm zustudiren. Später bereiste er Dänemark, Norddeutschland und Polen, und wurdenach seiner Rückkehr zuerst als außerordentlicher Lehrer der Botanik, 1812 aberals Professor der Botanik und der praktischen Ökonomie angestellt. Er em,psing 1816 die priesterliche Weihe und ward an demselben Tage Pfarrer zu St.-Peders-Klosier. Als Abgeordneter seines Stiftes wohnte er den Reichstagen 1817und 1823 bei. Er wurde 1825 vom Könige nach Stockholm berufen, um in dengroßen Ausschuß zu treten, der sich mit der Prüfung der öffentlichen Unterrichts-anstalten beschäftigen sollte. A. zeigte in diesem Wirkungskreise viel Thätigkeit undstand an der Spitze einer der beiden streitenden Parteien. Über feine Ansichten, diein den gedruckten Verhandlungen des Ausschusses vorliegen, sind sehr abweichendeUrtheile laut geworden. Man beschuldigt ihn, den elastischen Studien etwas ab-hold zu sein und weniger auf eine allgemein humanistische 'Bildung als vielmehrauf eine frühzeitige, schon in der Schule anzufangende Ausbildung besonderer Fä-higkeiten zu dringen. Alle Parteien aber waren darin einig, seine glänzende Dar-stellung, seine wiewol einseitigen, doch immer anregenden Ideen, seinen leichten, oftspielenden Witz zu bewundern. Er besuchte 1821 Deutschland, Holland und Frank-reich, und 1827 Italien. A. entwickelte eine vielseitige schriftstellerische Thätigkeit,deren Hauptleistungen wenigstens angegeben werden müssen. Seinen Ruhm alsBotaniker begründete die 1817 in Lund erschienene8^nop»sis 8caiuli-

imvine". Dazu kamen seit 1820 noch andere systematische und erläuternde Werkeüber die Algen und die zu Leipzig (1828 29) in vier Heften erschienenenAbbildungen der europäischen Algen. In französischer Sprache gab er (Lund 1828)seinen Versuch, die Pflanzenphysiologie auf Grundsätze zurückzuführen, und eineSchrift über die innere Entwicklung der Pflanzen (Lund 1829) heraus. Dieerste Abtheilung seines Lehrbuchs der Pflanzenkunde (Ickckobok i Lowiük.") er-schien 1830 zu Malmö und 1831 zu Kopenhagen in einer deutschen Übersetzung.Seine Biologie der Gewächse (Wäxternas liliologie") wird jetzt gedruckt. Unterseinen akademischen Schriften ist, außer einigen bis 1808 erschienenen mathema-tischen Abhandlungen und Beiträgen zur Kunde der Algen, auch eine Kritik derGrundlehren der Staatsökonomie (Lund 1829) zu bemerken. In mehre Gesell-schaftsschriften lieferte er einzelne schätzbare Abhandlungen, z. B. Ehrengedächt-niß Linne's (in den Verhandlungen der schwedischen Akademie), über den in derPolarzone gefundenen rochen Schnee, über einige der Zauberkraft höherer Thmeähnliche Erscheinungen der Infusorien (in den Verhandlungen der kaiserlich Leo-poldinhchen Akademie),8iu- la Aerrmnation lies freies" (in den AbhandlungendesNuseum ck'ülstoire nsturelle"), über die schwedischen Seetange und derenBenutzung (in den Verhandlungen der gothenburgischen Haushaltungsgesell-ichasi), über absoluten und fubjectiven Reichthum in der zu Upsala erscheinendenZeitschrift8vea". Sein Hauptfach ist jedoch die kryptogamische Pflanzenkunde,und daß ihm besonders dck Algcnkunde wichtige Aufklärungen verdankt, darüberiZt in Europa nur Eine Stimme. Zwar haben seine kühnen Ansichten hierundda Widerspruch gefunden, und sollten auch einige seiner Entdeckungen sich nicht be-

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