Leben.
ihren Aufenthalt in demsclbem als einen Segen desHimmels betrachteten, sie umsonst wohnen ließen.Ein Priester kam taglich zu ihr, und hörte ihreBeichte. Ich fragte sie, erzahlte meine Wirchinnweiter, wie es Key ihrer Lebensart möglich se», daßsie ihrem Beichtvater tagl-ch etwas zu thun gebenkönne? ^Ach! sagte sie, es ist unmöglich, eitle„Gedanken zu vermeiden."
Ich erhielt eines Tages die Erlaubniß, sie zubesuchen. Sie war munter und höflich, und ihreUnterhaltung gefiel mir. Das Stäbchen war aus.ferst reinlich, alle Möbeln darinn aber bestandenin einer Matrazze, einem Tisch mit einem Cruc fix,einem Stuhl, worauf ich mich setzen mußte, undeinem Gewahlde über dem Kamin, das die heiligeVeronika vorstellte, die ihr Halstuch ausbreitet,auf dem sich das Gesicht Christi wunderbarrer Welse abdrückte, wie sie mir mit großer Ernst?haftigkeit erklärte. Ihr Gesicht war blaß, alleinsie war nie krank gewesen, und ich kann diese Personals ein neues, sprechendes Bcyspiel ausstellen, wiewenig man braucht, Leben und Gesundheit zu er-halten.
I - In