Leben. 5l
«ingerichtet, und die Zeitung noch einige Monateunter meinem Nahmen ausgegeben. Als aber baldnachher ein neuer Zwist zwischen mir und meinemBruder entstand, so wagte ich's auf meine Freyheitzu kotzen, fest überzeugt, er werde sich nicht u».«erstehe», den neuen Cvntract vorzuzeigen. Es warvon meiner Seile nicht recht gehandelt, daß ichmich dieses Vortheils bediente, und ich betrachtedaher diese Handlung als einen von den erstenFehlern, den ich in meinem Leben begangen habe?damahls aber machte die Ungerechtigkeit dieses Verssghrens keinen Eindruck auf einen jungen Menschen,den die Schläge erbitterten, die er so oft von sei-nem Bruder bekam, wenn diesen seine böse Launeanwandelte Uebrigens hatte mein Bruder keinböseS Gemüth, und vielleicht war ich auch biswei,- len zu unverschämt, als daß sein Zorn Nicht hattegereizt werden sollen.
Als er erfuhr, daß ich entschlossen wäre, ihnzu verlassen, so suchte er mein sonstiges Unterkom-men zu verhindern. Er gieng in alle Druckereyender Stadt und nahm die Besitzer derselben gegenmich ein. Keiner wollte mich daher annehmen.
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