Leben. 5?
sbachten. Mein Bruder, der ledig war, hattekeine Wirtschaft, sondern speißte mit seinenUrbeitern außer dem Hause. Meine Weigerung,Fleisch zu essen, wurde unscrm Wirth lästig, undich bekam öfters Vorwürfe über meinen wunder!!)!chen Eigensinn. Ich erkundigte mich/ wie Tryoneinige von seinen Gerichten zurichte, ich lerntenach seiner Anweisung Reis und Erdapfel kochen,einen geschwinden Pudding machen u. s. w. undsagte dann zu meinem Bruder, ich fty Willensmich selbst zu beköstigen, wenn cr mir die Halstevon dem geben wollte, was ihn die Woche überder Tisch für mich koste. Er nahm diesen Vor»schlag gleich an, und ich fand, daß ich noch dieHalste von dem, was ich bekam, ersparen könne.Dieß war eine neue Quelle für den Bücherankauf,und auch außerdem fand ich noch in manchem Be-tracht meinen Vortheil dabey. Wenn mein Bru-der und seine Leute die Druckerey verließen undzu Tische giengen, so blieb ich darinn, und war baldmit meiner kleinen Mahlzeit fertig, die oft blosaus einem Zwieback oder einem Schnitt Vrod miteiner Hand voll Rosinen, einem Stück Kuchen vondem Becke? und einem Glase Waßer bestand. Die
C 5 übrige