Leben.
den' Gerichten, die aufgetragen wurden; manuntersuchte nicht, ob sie gut oder schlecht zubereitet,in oder ausser der Jahreszeit, wohl oder üb-l.schmeckend, bcßer oder geringer wären, als dieoder jene Sache von derselben Art. So ward ichvon meiner Jugend an zur größten Gleichgültig,seit gegen diese Dinge gewöhnt; so bin ich auchin der Folge nie der mindesten Aufmerksamkeit indiesem Stücke fähig gewesen, und habe selbst jetztnoch so wenig Acht darauf, daß es mir oft sehrschwer werden würde, auch nur wenige Stundennach einer Mahlzeit anzugeben, aus was für Ge»richten sie bestanden habe. Die Vortheile dieserGewöhnung habe ich vorzüglich auf Reisen erfah-ren; wo ich mich oft mit Personen zusammenfand, die einen feincrn Geschmack besaßen, weilsie ihn mehr geübt hatten, und die in vielen Fal-len großes Leid erduldeten, wo mir nicht einmah!der Wunsch nach etwas Bessern kam.
Auch meine Mutter genoß der dauerhaftesten
Gesundheit. Sie hatte alle ihre zehn Kinder ge«stillt, und ich erinnere mich an ihr so wenig, als«n meinem Vater, «ine andere Krankheit, als
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