294 §- Wo einNebenweg d.StrahlS zu besorgen,
also nur cin anderer Rath übrig, nämlich die Strecke dcöäussern Ableiters desto reichlicher Zu machen, und, so vielmöglich, von einer solchen innern Strecke Zn entfernen, damitder Blitz durch den Mischenltegenden Widerstand gehindertwerde, einen Seitensprung dahin zu machen. So habe ichbey dem Anscharius-Thurm in Bremen angtralhen, die Ab-leitung nicht nahe bey deuZiefertafcln anzubringen, weil vondort der Blitz ehemals durch die! Zeigcrstange in denThurm U. s.w. in die Kirche hetabgefahren war. Der Erfolghat auch gelehrt, daß dieses Mittel zureichend gewesen, daein nachmahliger Wcttcrstrahl der äussern Ableitung gefolgtist, ohne dem vorigen Wege durch die Zeigerstange nachzu-gehen. Zur Sicherheit mögke man aus) wohl die Ver-bindung der Uhr im Thurms Mit einer Aeigerscheibe in derKirche, dergleichen an verschiedenen Orten vorhanden gewesenist, aufheben, weil eine so lange und so weit herabführenbeStrecke Metall dem Blitz eine gar zu große Anlockungeinem Nebenwege geben könnte.
Wenn man sich endlich auch auf diese Weise, nämlich,durch Entfernung des Ableiters, nicht helfen kann, wie z.B.bey Hängewerken, deren Stangen im Gebälke des Dachstuhlsde'vestigt sind, und also der über der First hingehenden Leitungnahe liegen, und wenn sich dabey keine Verbittdung desuntern sowohl als des obertt Endes solcher Stangen mitder äussern Ableitung anbringen läßt, so bleibt kein andererRath übrig, als dieser äussern, mittelst eines breiten Metall-
Streifen,
' Bor. Abh. i54.Erf.