H. 59. Oberflächige Verletzung vom Blitze. 127
tigkcit in den 'Beinen. Herr Hemmer sähe den Körper desMädchens 10 Stunden nach dem Wettcrschlage. Ihr Ge-sicht war gar nicht verstellt, hatte nicht die Tobten-färbe,sondern sähe anö wie bey gesunden schlafenden Menschen.Als man eö herum drehete, floß ihm das Blut, welchesvon schöner Farbe war, häufig aus der Nase. 5)
§- 59-
Oberflächige Verletzung vom Blitze.
"Am 2ystcn Juny, 1779, entstand zu Lübeck in denMittagsstunden ein heftiges, aus Süden herkommendesGewitter, welches gleich vom Ansauge mit Regen begleitetwar. Gegen l Uhr, da es bereits über die Stadt weg nachNorden gezogen zu scyn schien, kam wiederum ein näherersehr starker Schlag, darauf weiter nichts als ein sehr heftigerRegen erfolgte. Dieser letzteWctterstrahl hatte das äußersteHaus in der Vorstadt, gegen N. N.M. getroffen, welchesetwas höher als die davor und ncbcubey liegenden kleinenGebäude ist. Die darangränzcnde Gegend nach N.N.W,zeigt in bctragtlichcr Entfernung weder hohe Baume nochHauser, und liegt auch viel tiefer. Daö Haus hat wederWindflügel noch sonst etwas von Metall an Dache oderMauren. Das Dach, da es an einigen Stellen gegenSüden schadhast geworden, war noch nicht wieder mit Kalkunterstrichen, sondern man hatte nur Strohbüschcl unter dieZusammenfügung der Ziegel gesteckt. Dieses Stroh ward,der Durchnetzung ungeachtet, vom Blitze entzündet, und
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5) /Lct. ac. IM I>aI.IV. x. 87.