§. 58- Vom Blitz Getödtete. 125
Strahlen, deren einer gerade auf den Ropf des Mädchens,der andere in der Richtung zwischen ihr und dem Knechteherab lief. Beide rissen die Rinde auf, ohne das Holz zubeschädigen. Als der zweyte Strahl in die Gegend vomKopfe des Mädchens gekommen war, hatte er sich guer übergewandt und mit dem ersten vereinigt. So fuhr der Blitzauf die Haube des Mädchens zu, die von schwarzwollcnemTuche, mit einer sechsfachen Lage von Papier auSgcsieifct,mit Leincwand gefüttert, und vorne mit einem dünnen eiser-nen Drathe, vermittelst eines schwarzen seidenen Bandchenseingefaßt war. Diesen Drath, der über die Stirne in einerSpitze gebogen war, und von bannen auf beiden Seiten bisan die Ohren herab ging, schmelzte der Strahl völlig bisauf 8 Linien an den beiden Enden. Auf der Stirne warsowohl das Tuch, als das Papier, zwey -Zolle hoch über demDrathe aufgerissen und zerfetzt, und an der Spitze nach derNase zu alles, Tuch, Papier, Futter, Bändchen, weggc-schlagen: aufbeydcn Seiten aber nur das Futter und Pa-pier stark versengt und geschwärzt. Indessen war das ganzeGesichti unverletzt: aber aus Nase Mund und Ohren schoßhäufig Zölut hervor. Der Blitz war weiter auf die eisernenHaften zugefahren, womit daS tuchene Leibchen vorne herabbesetzt war, und hatte darunter die Haut vom Halse bis aufden Magen, besonders aber am Halse versengt. Dabcy wardas schwarze sammetne Bändchen, welches sie am Halse hatte,nebst dem weißleinenm HalStuche abgerissen. Letztereswar voll von Blute, und seine bchden Enden, die am Halse