§. 55. Leichenossnnng eines Erft!)lagcnen.
eine gelieferte Lymphe, welche sich in die Falten der dünnenHirnhaut gesetzt hatte. — Die Lungen waren schlaff, undmehr zusammengefallen als man sie bey andern Tobten fin-det; die linke war an dem Brustfelle angeheftet. Als mansie durchschnitt, fand man die Blutgcvasse so leer, als wenndas Vlut herausgedrückt wäre; aber keine Spur von Ver-sengnng in der Luftröhre und deren Lieste». Das Herz wargesund: der Herzbeutel enthielte vhngefähr einen Löffelvollganz klarer Feuchtigkeit. Die rechte Herzkammer und dasrechte Herzohr waren von enthaltenem dünnen flüssigenBlute sehr ausgedehnt. — Im Unterleib« waren aßeThcile im natürlichen Zustande.,, 5)
Der Strahl scheint von dem Kopfe gleich zu der Ober-fläche des Wassers abgesprungen zu seyn. Die Untersuchungdes Körpers geschähe von einem geschickten Zergliederer. —Die Hirnschale und das Gehirn selbst waren so wenig alsandere innere Theile verletzt: die ausgetretene geronneneLymphe ist nur für eine Folge des Schlages zu halten. Derplötzliche Tod, das flüssig gebliebene Blut, und die hier,wie in einigen andern Fällen, * *) beybehaltene Stellungder Gliedmassen, zeigt, daß er durch eine unmittelbare Hem-mung der Lebens-Wcrkzeuge, nämlich durch die Erschütte-rung desNerven-Systems, erfolgt scp. Die Lungen müsseneben im Zustande des Ausathmens gewesen seyn. Die Er,
stickung
.5) Hill. 6el'/tcs6. 6es 8c. <Zep. 16^6. jusgu' u Innrenouvellement. ä Paris 17ZZ. I'. II. ^179.
5») Vor. Abh. Erf. z-. 57.