§. 46» Krümmung der Stangen eines Blihabl. 105
dem Ablciter verbinden. Auch ward nach an dem andernEnde der Kirche ans dcm Thürmchen über dem Chöre ein be-sonderer (unten Zu beschreibender) Ablciter angebracht. Bei-de wurden mit der blcyernen Bedeckung dcö Schiffs der Kir-che, und dadurch auch unter sich, ferner noch mit andernaussen am Gebäude befindlichen Metallen verbunden — AmLZstcn Sept. des folgenden 1785 IahrS, Morgens gegen4 Uhr, geschähe, nach einigen entfernten Blitzen und darauferfolgten ziemlichen Zwischenzeit, ein äusserst heftiger Wct-terschlag, davon Herr Feldmann, ein dortiger Nalheyerr,der Nur etwa 1Z0 Schritte von der Kirche wohnt, folgendesberichtet — "Blitz und Knall sind Zugleich erfolgt, in mei-nem Bette bin ich erschüttert worden und alles hat umher sogekracht, daß ich gefürchtet habe mein Haus scy selbst ge-troffen. Als ich auf den Boden ging, spürte ich auch einenelektrischen Geruch. Da nun das Gewitter schon eine Zeit-lang ganz stille gewesen, sähe ich aus dem Fenster nachdem Thurm, und ward mit Vergnügen gewahr, daß an derSpitze der südlichen Stange an der Laterne ein schöner elek-trischer Fcuerbüschel hcrvorfchoß. Die schwarze Wetter-wolke zog indessen nach Osten, wo sie auch noch dann undwann blizte, wie auch Hagel fallenließ. Im folgendenFrühjahre ward die Ableitung von dem Dachdecker Nier- 'mann, einem zuversichtlichen Manne, der sie selbst ange-bracht hatte, untersucht. Dieser fand die Stangen in derGegend der Glocken, wo sie von allem Angriffe sehr weitentfernt sind, wellenförmig und so sehr gekrümmt, daß die
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