H. 4Z. Nebenwege eines' Wetterstrahls. 95
tzeS, nämlich an der Mauer der Halle herab, und tief inden Boden unter dieser Mauer hinein gehen." ")
Dieser Fall hat viel Aufsehens gemacht, und ist unrechtbeurtheilt worden. Es war aber, wie mich dünkt, doch nichtschwer den wahren Fehler einzusehen. Der Ablciter war jain den Thurm hineingeführt, und sogar daselbst mit einereisernen Klammer verbunden. Dicsts, und da verschiedeneandere niederwärts gehende Strecken Metall im Gebäudevorhanden waren, gab den Anlaß, daß ein überflüssigerTheil des Blitzes hier einen Nebenweg suchte. Bielleichtfanden sich auch unter der beschädigten Bemörtclung desMauerwerckö Mctalldrathe, an welchen der Strahl bis zurErde gelangen konnte — Dagegen glaubte man, die Ursa-che sey, weil der Boden innerhalb der Kirche noch feuchter alsdraußen gewesen, da sie auf einem Hügel von Topfstcin liegtund eine lange Dürre vorher gegangen. Dies ist aber ansich gar nicht wahrscheinlich, denn die Feuchtigkeit würdesich unter dem Obdache, wo nichts aus der Luft hinzukamt,doch eben sowohl in dem Bode» verlvhren haben» Ohne
Zwei-
*) Aus einem Briefe des Herrn von Saussure vom « z Oct.178z. der im Jahr 1780, in Gesellschaft des P. Ageno,die Kirche besichtigt hatte, beym I-arulriani «Zell' utilitä,«Zei eonlluctori elettrici, p. iyo. sgg. Hieniil habeich die aus dem Italienischen übersetzte Nachricht im )c>urn.enc^clop. Haut. 1780. p. 502. u. f. verglichen, davondie Uebersetzung in der Samml. zur Phys. u. Nat. Gcsch,II. B. S. ;«8. eingerückt worden. — AufErknndigungin Genua vernahm Herr Landriani, daß nunmehr in dendreien Jahren nach jener Ausbesserung die Kirche nicktwieder vom Blitz beschädigt worden.