94 §. 43- Nebenwege eines Wetterstrahls.
keiner getbdtet oder gefährlich verletzt. JndemZimmerüberd«!Hülle waren 7 Personen, welche eine heftige Erschütterungfühlten und zur Erde geworfen wurden, dennoch aber so-gleich wieder aufstehen konnten, ohne eine weitere Beschä,digung zu fühlen. Unten in der Halle, wo sich viele Leutebefanden, ward einer Frau der Ermel ihrer Kleidung vonbaumwollenen Zeuge versengt, ohne daß sie etwas am Armefühlte, einem Maune der Schuh bey der Sohle an der einenSeite aufgerissen und die Sohle des Strumpfes zerfetzt.Das Bein war ihm eine Stunde laug als eingeschlafen,und noch einige Zeitlang fühlte er eine Schwachheit darin.Ein anderer, welcher nahe an der Kirchthüre stand, wardam Beine erschüttert, fühlte aber nur eine leichte Erstarrung,welche drey bis 4 Tage dauerte.
Der Blitz hatte auch vormahls, che die Kirche mit ei-nem Ableitcr versehen worden, immer denselben Weg ge-nommen.
Der P. Agcno, dem es aufgetragen ward, die Ablei-tungs-Anstalt vollkommener zu machen, ließ den alten Ab-leitcr zwar ganz stehen: daneben aber im August 1780 nocheinen andern anlegen, verband diesen mit dem vorigen so-wohl als mit allem andern Eisenwerk am Gebäude, und ließihn neben der Kirche sich in einer Zisterne, welche allezeitvoll Wasser ist, endigen. Auch ließ er zur Vorsicht einenZweig dieses Melters an dem vormahligen Wege des Bli-tze»