86 §. 4<2> Leitung an der Oberfläche
allen Seiten: dann todte Windstille. Indessen blieb dieWolke über uns stehen und hielt etwa zwo Stunden an ringsum daS Schiff niederzuschlagen. Dabey traf einer dieserSchläge unfern Fockmast, riß das angeheftete Segeltuchmit allen Nageln vom Top herab, und sprengte die Kupfer-platte von der Vorderseite deS Mastes eben wie bcym vorer-wähnten Schlage am grossen Mäste geschehen war. EinFerkel ward im Back (Nordcrschauze auf dem Verdeck) er-schlagen. Die Koche und einige andere, welche Hey der Kü-che standen, fühlten bcy dem Schlage einen starken Stoßauf die Scheitel: übrigens ward niemand beschädigt. Nach-mahls fand inan am Top des Mastes ein kleines Stück ab-gesplittert, wo vermuthlich ein krummer Nagel ausgerissenwar, und am Mäste selbst einen unbeträgtlichen Riß: vondem aufgenagelten Tuche aber ward nicht das geringste aufdem Schiffe gefunden.
Beide diese Wetterschlage zeigten ganz einerley Ver-halten. Beide Mahle verschonte der Blitz die obcrn Endender Masten und die Mastkörbe: er äusserte aber seine Ge-walt an den Masten von den Schwichtingen an bis vhnge-fähr zwo Klafter über dem Verdeck, wo seine Wirkung wie,der aufhörte. Im letzten Falle waren doch keine Segel vor»Händen, die ihn auf irgend eine Weise hätten vom Wegeableiten können. Es muste also eine Ursache an den Mastenselbst befindlich seyn, deswegen die Mittlern Thcile beideMahl am meisten verletzt wurden. Hativielleicht das Schwar-ze! (Kienruß mit Theer vermischt) damit die obern Enden. > des