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vnd Abenduhr aber sind gerade Stifte, die senkrecht aufderEbene der Uhr und der 6sten Stundenlinie stehen. DieleichteRegeln, nach welchen diese Sonnenuhren entworfen werden,lehren alle gnomonische Schriften *).

Beschreibung einer abweichenden Mittagsuhr.

§. 856.

Die Mittags-Mitternachts, Ungleichen die Mor-gen- und Abenduhren, erfordern, daß die vertikalenMauern, woran sie beschrieben werden sollen, entweder ge-nau in der Ebene des Meridians, oder der 90° von demsel-ben entlegenen Scheitelkreise stehen. Dies trifft sich aberbey Gebäuden, Thürmen oder freystehenden Mauern selten,denn die mehreste Zeit weichen ihre Seiten unter kleinerenoder größern Winkeln von jenen Ebenen der vier Haupt-scheitelkreise ab. Die Gnomonik lehrt nun, wie auch indiesen Fällen Sonnenuhren zu verzeichnen sind, welche die Ta-gesstunden richtig angeben. Ich will nur ein Beyspiel voneiner abweichenden Mittagsuhr, nach der ibasten Figurhersetzen-

§. 857. Es sey die, vermittelst der Boussole, oder ei-tler richtigen Mittagslinie gefundene Abweichung einer

*) »meinen solchengnomonischen Würfel nachher Mittagslini«richtig zu stellen, darf man nur denselben im Sonnenschein st»lange verrücken, bis die Zeiger derjenigen Ubren, die auf ein-mal zeigen können, eine und die nemliche Jeit angeben, Mdies ist zugleich die richtige Sonnenzeit.