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2 (1793)
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( 76z )ben *). Man mußte deswegen jenen Graden derLängs aufdiesen Charten in dem Verhaltniß ihrer Abnahme gegen diePole einen geringer» Werth geben, welches sich durch einenMaaßsiab, dessen Theile sich dorthin um eben so viel vergröf-sern, bewerkstelligen ließ. Dies gab die Veranlassung zurErfindung der in der Schiffahrt ungemein brauchbaren, so-genannten reducirteu Charten. Mercator gab zuerstim Jahr 1550 eine dergleichen Seecharte heraus, alleinwright machte die Theorie der Entwerfungsart derselbenbekannt. Man läßt auf diesen Seecharten die Gra-den des Meridians, oder der Breite, in gleichem Ver-hältnisse gegen die Pole zunehmen, als die Gradender S.änge in einem jeden parallelkreise abnehmen **).Nim richtet sich diese Abnahme nach dem Cosinus derBreite, (§. zoz) daher muß die Vergrößerung der Gradedes Meridians nach der Secante der Breite vor sich ge-hen, denn die Trigonometrie lehrt, daß der Cosinus einesMinkcls mit der Secante desselben im umgekehrtenVerhältnisse stehe, das heißt, daß der Cosinus bey zuneh-menden Winkeln gegen den Radius um so viclmal kleiner,als die Secante größer wird, und so im Gegentheil bey ab-nehmenden Winkeln; oder, der Cosinus verhält sich al-lemal zum Radius, wie der Radius zur Secante(§. 26.) Z. B> Cos. 60° n; ß Radius und Secante 60° —

*) Die Erde als eine vollkommene Kugel betrachtet, welches manbey der Schiffahrt, ohne merklichen Fehler, voraussetzen kann.

Daher nennt «.an hergleichen Entwürfe, Chanen mir wach-send»» Graden.