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2 (1793)
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brauchbar, weil auf denselben die Meridiane und Parallele,

Wenigstens die ietztern allemal, gekrümmt erscheinen. Nimmt»nan z. B. wie Fig. 147. zeigt, denjenigen Entwurf derHalbkugel der Erde, auf welchem der Pol 1' in der Mitteliegt, und weicher alle Länder und Meere am wenigsten ver-zogen darstellt, so werden frcylich alle Meridiane, als ge-rade Linien sich im Pol, unter ihren gehörigen Winkelndurchschneiden, und nur die Parallele des Aequators alsKreise erscheinen; es findet sich aber dabei) die Unbequem-lichkeit, daß alle Nr,ombi oder Windlinien, nach welchender Schiffer fortseegeln muß, auf dergleichen Charten eben

man sich die Erdkugel als durchsichtig, nimmt den Augenpunctim Nadir des Orts an, der auf der Mitte der zu entwerfendenHalbkugel liegt, und stellt durch den Mittelpunkt der Kugeleine senkrecht gegen das Auge .stehende durchsichtige Tafel.Werden alsdann Linien vom Augenpunct innerhalb der Kugel,«ach der jenseitigen Halbkugel gezogen, so bilden selbige, dawo sie durch die Ebene jener Tafel gehen, alle Puncke dieserHalbkugel auf der Tafel stereographisch ab. Alle MeridianeUnd dieParallelkreise desAequators erscheinen hiebey als Kreis-bögen und liegen vom Mitlelpunct des Entwurfs aus, nachde» Tangenten ihrer halben Winkel von einander, welches diebeste Enrwerfungsmethode abgiebt. Dies ist alsdann einestereographische Horizontal-Protection (s meine allgemeineauf den Berliner Horizont entworfene Weltcharte in zwey He-misphären). Wird der Aiigenpunet in den Polen angenommen,so werden die Meridians gerade Linien. Die 147. Figur stelltstereographisch einen Theil der nördlichen Halbkugel der Erdevor, wenn das Auge im Südpol steht. (S. noch etwas meh-reres über den Entwurf der geographischen Charten in meinerAnleitung zur allgemeinen Rennrmß der Erdkugel, 8,Berlin, 1786)-.