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§. 77°- Dann ist z) die auf der See gewöhnlichsteund bequemste Methode folgende: Da dem Schiffer schonfür eine jede Zeit und Polhöhe Tafeln vorgerechnet sind,welche die Morgen- und Abendweite der Sonne aufs ge-nauere angeben *), so kann derselbe, wenn er die geogra-phische Breite des Orts, wo das Schiff sich auf der See be-findet, kennt, an der Bemerkung, in welchen Puncten desHorizonts nach dem Cvmpaß ihm die Sonne auf- oder un-terzugehen scheint, verglichen mit dem, was jene Tafeln oderRechnung unter der bekannten Polhöhe des Schiffes anse-tzen, die Abweichung des Compasses finden. Es sey z, B.ein Schiff am 2isten October unter einer nordlichen Breitevon 41°, so muß die Sonne nach den vorhin angezeigtenTafeln, oder nach einer Berechnung wie im §. 195 vorge-kommen, 14° vom wahren Westpunct südlich untergehen,wenn nun die Magnetnadel im Variativns Compaß genauaufder Linie von Süden nach Norden steht, und die vonOsten nach Westen gehende Linie mit einer zur untergehendenSonne am Horizont gerichteten, die das Diopterliueal an-giebt, einen Winkel von 7° südlich macht, so muß die Ab-weichung der Nadel 14° -j- 7° 22 2r° vom wahren West-punct nach Süden, und folglich vom Nordpunct nach Westenseyn. Denn es seyF. 144. von L aus betrachtet, der wahreWest,8derSüd-,0derOst-und^derNordpunctdesHorizonts,so ist c zugleich der Mittelpunkt des Compasses. Man lasse
') Die Tafeln stehen im Ausluge in der Berliner Sammlungastron. Tafeln, z Bände, und in der Beschreibung meinerWeltcharte, Berlin, 175z.