( 725 )wüste und leer von Geschöpfen seyn? Sollten keine lebendi-ge und Verstands-Wesen von den großen Veranstaltungenaller Sonnensysteme Vortheile ziehen? Was hat der Erdbe-wohner auch nur für einen Scheingrund, hieran zu zwei-feln? — Es kann demnach nicht anders seyn, die ewigeUrquelle alles Lebens und Glücks wird sich, Zweifels ohne,in allen Gegenden ihrer großen Schöpfung, durch Leben,Thatigkeit und Wohlthun an vernünftigen Geschöpfen!ver-herrlichen, und diese werden bey allen unzählig mannigfal-tigen Abänderungen von Gestalten, Geistes- und körperli-cher Fähigkeiten ihr Daseyn froh empfinden, und.dankbardie Güte ihres ewigen Urhebers preisen.
751. Es scheint, als wenn der menschliche Verstandbey Bestimmung der Gesetze, nach welchen der Allmächtigejenes zahllose Sonnenheer mit seinen! Planetenbegleitungendurch die nnbegränzten Räume der Welt ausgestreuet, undwarum die Sterne in der Milchstraße und den Sterngrup-pcn so sehr aufeinander gehäuft sind, daß die übrigen Ge-genden des Sterngefildes dagegen öde zu seyn scheinen, seinevölligen Granzen fühle. Allein eine gewisse Erscheinung amHimmel, nemlich die höchst merkwürdige Beschaffenheit,Lage und Gestalt der Milchstrasse, giebt dessen Schwächeeinen Leitfaden zu einigen wahrscheinlichen Schlüssen. Die-ser prachtvoll gestirnte Gürtel umgiebt i) fast in der Rich-tung eines größten Rreises, und 2) im ununterbro-chenen Zusammenhange die ganze Himmelskugel, wel-ches beydes man schwerlich einem bloßen ungefähren Zufallzuschreiben kann, und es ist daher wirklich sonderbar, daß
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