( 704 )
statt findet) ist — 2O" Sin. der Breite des Sterns, unddie Aberration der Breite für eine jede andere Feit fin-det sich, wenn mau voriges Product noch mit dem Sinusdes Abstandes der Erde von der F multiplicirt, wovon dieBeweise auf eine nemliche Art wie vorhin sich ergeben. Nochist jtt merken, daß die Sonne eine beständige Aberrationin der Lange von 20" hat, um welche sie allemal von ihremwahren Ort sich westwärts zeigt, weil der Lauf der Erdege-gen die rechte Hand geht (Z. 395.) Dies laßt sich aus derizzsten Fig. deutlich abnehmen. Die astronomischen Tafelngeben den scheinbaren Ort der Sonne an, zn welchen mandaher allemal 20" addiren muß, um den wahren zu haben,der bey Berechnung der Planeten zum Grunde liegt.
§- 7Z5- Die bisher betrachtete ursprüngliche Aberra-tion in der Länge und Breite zieht eine Aberration in dergeraden Aufsteigung und Abweichung nach sich, wieleicht einzusehen ist, und da man gewönlich die gerade Auf-steigung und Abweichung eines Sterns beobachtet und dessenLänge und Breite daraus berechnet, so kömmt die.Berech-nung der Wirkung der Aberration bey jenen noch häufigervor, als als bey diesen, um die beobachtete scheinbare aufdie wahre zu reduciren. Bey Berechnung der Aberration ei-nes Sterns in der geraden Aufsteigung und Abweichungkömmt es außer den obigen Stücken noch auf den Positions-winkel des Sterns an (K, 201.) um seinen jedesmaligen Ortin der Aberrationsellipse, also der Länge und Breite nach,auf einen Aequato; und Meridianbogen zu bringen. DieRegeln hiezu sind für alle hiebey vorkommende Fälle etwas
ver-