Druckschrift 
2 (1793)
Seite
580
Einzelbild herunterladen
 

( 58o )fehenen erleuchteten Erdfläche in einer parallelen Ebene lie-gender Theil der Mondbahn, der als geradelinigt betrach-tet wird, weil er nicht viel über z Grad enthalten kann;und in welchem der Mond von kl nach N oder von Westengegen Osten fortrückt.

§. 645. Der Raum der Mondbahn r,m im l.n, dendie aus lö oder '1^ nach der Sonne gehende Paralleilinieneinschließen, ist dem Halbmesser der Erde gleich, weil i'b»im mLi., wovon aber noch zu mehrerer Genauigkeit dieParallaxe der Sonne abgezogen wird, indem durch eineNeigung der Linie L rmoder von 8 5" gegen L8 derWinkel i-km — und folglich auch l.m oder um soviel kleiner wird. Der Entwurf vom Halbmesser derErde in der Gegend der Mondbahn ist demnach genauder horizontalen Parallaxe des Mondes wenigerderhorizontalen Parallaxe der Sonne gleich. Dies hin-dert aber nicht die Linien Lm> rs, als unter sich paral-lel fortgehend anzusehen, denn man kann sich in m, 0, p, k,,r, b, n und allen dazwischen liegenden Puncten den Mittel-punkt der Sonne und folglich das Bild derselben gedenken,welches hier in m und u vorkommt. Steht daher der Mit-telpunctides Mondes zugleich ir. m, so erscheint die Sonne mL bey Sonnen Aufgang (die Erde walzt sich nach umihre Axe) zuerst central verfinstert. Kommt jener in o und gso wird auch eine centrale Sounenfinsterniß auf der Erde in0 und ? gesehen. In L trift diese zur Zeit der ck des Mon-des mit der Sonne in I. ein. Braucht der Mond 2 Stun»den von m bis l-, so wird der Ort ö die centrale Finstermß >