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Mondfinsternisse zur Erfindung der geographischen Länge,oder des Meridianunterschiedes zweyer Oerrcr (§. Zo8).Es sey z B- nach Fig. 112 der Mond mitten im Erdschat-ten, folglich central verfinstert in m, so wird er in eben demAugenblick von einem Zuschauer in der den Mond nachrv steht, des Abends bei) Sonnenuntergang (die Erde drehtfich nach b'oL um ihre Axe) central verfinstert am Osthori-zont aufgehen. Ein anderer in 0 hat alsdann den Mondim Meridian, folglich ist bey ihm Mitternacht. Endlichsieht der dritte in L zu gleicher Zeit den Mond des Morgensbey Sonnenausgang central verfinstert untergehen, dessenOrt ihm am Himmel gegen u erscheint. Nun ist der Mondin einem jeden Augenblick auf einmal (bis auf einen gerin-gen Unterschied) der halben Erde sichtbar; da sich aber dieErdkugel wahrend seiner Verfinsterung noch um ihre Axedreht, so kommen mehrere Länder in dieNachtseite der Erde,indeß die gerade gegen über liegenden aus derselben rücken,und m diesen geht folglich der Mond verfinstert auf und un-ter; daher ist eine Mondfinsierniß, wenigstens dem größtenTheil ihrer Daner nach, mehr wie der halben Erdkugel überdem Horizont sichtbar *). Die Länder, welche eine Mond-finsierniß entweder ganz oder nur zum Theil sehen können,lassen sich vermittelst eines Erdglobus, wenn die Abweichungdes Mondes bekannt ist, nach folgender Anweisung leichtübersehen.
') Bey totalen Verfinsterung»» kann die ganze Verweisung de«Mondes im Erdschatten auf 4 Stunden gehen, in welcher Zwi-schenzeit sich die Erde um den esien Theil nm ihre Axe wälzt.