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§. 590. Die vorhin gegebene Regel, daß die Massedes anziehenden Planeten dividier durch das (Qua-drat seines Adstandes von dem angezogenen, die Wir-kung seiner Anziehung in Veränderung seines Grtesherausbringe, gilt nur, wenn der Zug in der Richtungdes Radius vectvrs oder der zur Sonne gehenden Linie vorsich geht. Die Planeten ziehen sich aber die mehreste Zeitunter schiefen und veränderlichen Winkeln an, wobei dieerfolgte Wirkung aus den beiderseitigen zusammengesetztenAnziehungskräften (deren jede sür sich ihrer Masse durch dasQuadrat des Abstandes dividirt gleich ist) nachdem vorkom-menden Winkel beurtheilt werden muß. Es werde nach Fig.129. ein Planet v von zwey andern gegen L und L hinausliegenden unter dem Winkel vl)L zugleich angezogen; DieLängs der Linie l)S drücke die Kraft aus, mit welcherder gegen L liegende und VL diejenige, mit welcher der ge-gen tü liegende den Planet v anzieht, so wird der letztere itteben der Zeit, da er von der einen oder andern Kraft beson-ders gelrieben nach k oder L würde hingekommen seyn, nundurch bcyde vereinigte Kräfte l)^. oder die Diagonalliniedes Parallelogramms vLL beschreiben. Eben so wennder Zug gegen b und c unter dem Winkel bO c mit Kräften,die die Langen der Linien I) b und I) c anzeigen, gienge, sowürde l) inzwischen nach der Diagonale des Parallelo-gramms vc H.b, und also gleichfalls in ^ anlangen. Die-ser mechanische Grundsatz findet auch bei rechtwmklichtenParallelogrammen statt, wovon schon oben verschiedenesvorgekommen.
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