i47
weniger zum Steigen als zum Fallen. Auchhey der Ebbe und Fhith ist, wie bey allenGröfsen, die eines Gröfsten oder Kleinstenfähig sind, das Wachstlium und die Abnah-me in der Nähe dieser Gränzen dem Qua-drate der von der hohen oder tiefen See an,verflossenen Zeit proportionirt.
Die Höhe der vollen See ist nicht be-ständig die nämliche; sie ändert sich jedenTag, und ihre Veränderungen haben einesichtbare Beziehung auf die Mondsphasen}sie ist am gröfsten gegen die Zeit der Voll«und Neumonde, hierauf nimmt sie ab, undwird am kleinsten um die Zeit der Quadra-turen. Zu Brest hat die höchste Fluth nichtam Tage der Syzygien selbst, sondern andert-halb Tage nachher Statt, so dafs, wenn ein-mal die Conjunction oder Opposition imAugenblicke der vollen See einfällt, die dritteFlutli, die auf diese folgt, die höchste ist.Eben so, wenn die Quadratur auf den Au-genblick der vollen See fällt, ist die dritteEbbe, die auf diese folgt, die kleinste. DieseErscheinung beobachtet man beynahe aufgleiche Art in allen Häfen Frankreichs, ob-schon die Stunden der Ebbe und Fluth indenselben sehr verschieden sind,
K 9