— 37 -- l
man kaum zweifeln kann, so muß der Glanz dieses Lichtes weit hin-ter dem unserer Sonne stehen. Denn eine Kreisfläche unserer Son-nenscheibe von zwanzig Seeunden im Durchmesser würde schon einLicht geben, das dem Lichte von hundert vereinigten Vollmondengleich ist, während doch diese Himmelskörper durchaus nicht mitfreyen Augen bemerkt werden können. Vielleicht ist ihr Licht bloßphosphoreseirend, nur von der äußersten Oberfläche dieser Körperausströmend; vielleicht ziehen sie, eben durch ihre ungeheuere Masse,das Licht mit einer solchen Gewalt an sich, daß dasselbe in seinerEmanation gehindert und großentheils wenigstens zurückgehaltenwird; vielleicht bestehen sie selbst nur aus hohlen, diaphanen,mit Gasarten gefüllten Kugelschaalen, und was dergleichen Ver-muthungen mehr seyn mögen, die wir am besten der Phantasieder Leser überlassen wollen. Es wäre wünschenswerth, daß diekleinen Fixsterne, von welchen man diese planetarischen Nebelhäufig umgeben findet, mit fortgesetzter Aufmerksamkeit von denAstronomen beobachtet würden, da sie vielleicht Satelliten sind,welchs-diese Himmelskörper umgeben, die in der That groß genugscheinen, solche Sonnen um sich in Bewegung zu setzen.
(Ringkimm'gc Acbcl.) Wir haben bereits oben von ringförmigenNebeln gesprochen. Dahin gehören vielleicht auch die meisten derschmalen, an ihren beyden Endpuncten zugespitzten Nebelstreifen,deren Bau entweder ein sehr exzentrisches Ellipsoid oder ein ge-gen uns sehr schief gelegter Ring ist. In dem am Ende folgendenVerzeichnisse findet man mehrere der hieher gehörenden Gegen-stände. Viele dieser Ellipsoiden haben vielleicht ein sehr starkeDrehung um ihre Are, woraus sich ihre große Abplattung erklä-ren läßt. Die größere Helle, welche die meisten gegen ihre Miltezeigen, ist wohl nur optisch, weil da die zwey Seiten des RingeSam breitesten erscheinen. Wenn sie aber nicht aus Nebelmasse, son-dern aus isolirten Sternen bestehen, wenn sie sehr weit von unsentfernte Stern,.ruppen sind, so läßt sich ihre große Abplattungnicht wohl durch eine Rotation des Systems um seine Axe erklä-ren und das Gleichgewicht oder die constantc Form derselben mußoffenbar auf ganz anderem Wege erhalten werden. Der hieher ge-