Auch gibt eS, obwohl seltener, drey-vier-, und mehrfacheSterne, die häufig auf einem sehr kleinen Raum zusammenge-drängt, und nur durch wenige Secnnden von einander gerrenntsind. Solche dreysache Sterne sind z. B. -si simssiapciao,S Krebs,6 Waage u. f. Bey S Orion sieht man einen vierfachen Stern,der beynahe ein regelmäßiges Viereck bildet; fs Leyer ist ebenfallsvierfach, und bei) e Leyer sieht man zwey Doppelsternc sehr nahebey einander. Den Stern - Orion endlich hat man durch guteFernrohre sogar als einen sechzehnfachen erkannt.
Alle diese Gegenstände sind ohne Zweifel merkwürdig genug,um unsereganzeAufmerksamkeil zu fesseln.-—Aber ivie weit stehensie noch hinter denjenigen Himmelskörpern zurück, die wir nun inden folgenden Blättern etwas näher betrachten wollen.
fVerlhciliinz der Alernc am Atmmcl,) Schon der erste Anblickdes gestirnten Himmels zeigt, daß die Sterne auf demselben kei-neswegs gleichförmig verchcilt sind. Wer kennt nicht die schöneGruppe von Sternen am Halse des Stiers, die mit dem Nahmender Pleiaden oder der Gluckhenne bezeichnet wird, oder das Haarder Bereuice, oder die Krippe im Srernbilde des Krebses, welcheStellen deS Himmels durch eine Menge einzelner, in einem ver-hältnismässig kleineu Raum zusammen gedrängter Sterne auchschon dem unbewaffneten Auge auffallen?
(Die Milchstrassc) klnd jener allgemein bekannte helle Bo-gen, der nahe in der Gestalt eines größten Kreises durch den ganzenHimmel zieht, und schon vor mehreren Jahrrausenden die Milch-st r a ß e genannt wurde, auf welcher sich, der griechischen Mytho-logie zu Folge, die Götter dem Pallaste des Vaters deS HimmclSund der Erde näherten? —Einzelne Theile dieser lichten Zone sinddurch einen helleren Glanz, andere durch Offnungen und Spal-ten, selbst durch isolirte, seitwärts auslaufende Äste ausgezeich-net, und die Breite derselben varirt von drcy bis zu siebenzehnGraden.
Herschel war der erste, dem es gelang, durch seine starkenTelescope den größten Theil dieser Lichtstraße in einzelne Sterne