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Baugcschichte nicht mindev wichtig. Eine altere, wie die Chro-nik sagt „poriiinKnilie-r»!" Kirche erbaute der Crzbischof diesesNamens gegen 0Z3 und weihte sie dem h. Clemens. Crz-bischof Conrad errichtete an ihrer Steile die jetzige und weihtesolche in demselben Jahr 124», wo er den Grundstein zumDom gelegt, ihrem seither unter die Zahl der Heiligen aufge-nommenen Stifter. Der hohe westliche Thurm mit dem an-stoßenden Transept ruhte ans sehr leichten Mauern, doch habenihn diese trotz einer im Jahr 1Z78 durch den Bischof Wich-bold von Cnlm vorgenommenen Vergrößerung desselben aber450 Jahre getragen, und sein vor einigen Jahren erfolgterEinsturz ist wahrscheinlich dem schweren Geläute zuzuschreiben,welches man später darauf angebracht'-). Der Wiederaufbaudes obern Theils dieses Thurms wird wohl jedenfalls unter-bleiben; möge es nur auch die Holzdccke, welche dem herzu-stellenden Transept zugedacht seyn soll. Haben seine Schwibbogen so lange einen im Mauerwerk siebzig Fuß hohen Thurmohne sonderliches Murren getragen, so werden sie gewiß eineleichte Ueberwölbung nicht ablehnen. Eine Holzdocke wäre dagegen eine Schmach für unsere ganze Bauzunst so wohl, wiefür die Zeitgenossen, als hätten die einen dergleichen Gewölbenicht auszuführen verstanden, und die anderen die hierortsganz geringen Mehrkosten dazu versagt. Hoffentlich wird manalsdann, wenn auch etwas später, den westlichen Thürmenihre ältere» schlanken Spitzen wiedergeben. Der kleine Um-gang am Chor zeigt genau dieselben Säulchcn, wie das Zehu-cck zu St. Gereon, ein abermaliger Beweis von der geriugen Zeitverschiedenheit beider.
'1 Nicht das Gewicht eines solchen Geläutes ist es natürlich, waSden Thürmen Schaden zufügt, sondern die Erschütterung, welchedas Läuten verursacht. Ist nun der Elockenstuhl nicht ziemlichhoch und etwas elastisch, so wird die Erschütterung seiner Basisschon so stark, das! sie sich dem Mauerwerk mittheilt. Häufig,ja sehr häusig sieht man aber gar, das der obere Theil deü Stuhisdurch Keile und Streben gegen letzteres verspannt ist. wo alsojeder Schwung der Glocke einen heftige» St es! gegen dasselbe aus-übt, welchem das festeste Mauerwerk auf die Länge nicht wider-steht, und wodurch eine Menge Thiirme zu Grunde gehen.