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nein Gedicht unseres Venantius Fortunatas um 570 anden Bischof Carentinns wird dieser als Erneuerer goldenerTempel gepriesen. Es scheinen also schon damals Acndernngenin derselben vorgenommen worden zu seyn, jedenfalls wohlauch nach den Verwüstungen der Normannen um 882. Deraltere Theil der Crypta zwischen dem Zehneck und den Thür-me», mit dem darüber stehenden Zwischenchor, jedoch ohneseine Gewölbe, die nach einem im Jahr 1434 erfolgten Ein-sturz erneuert worden, möchte nach diesen Verwüstungen,also in das 10. Jahrhundert, zu setzen seyn. Diese Thürmenebst Chornische und der Crypta unter diesen sind von Erzbi-schof Anno erbaut, welcher 1067 die Capellen neben derCrypta, INNS diese selbst, dann 1060 die restaurirte Kircheeinweihte. Thürme und Chor sammt der neueren Cryptastnd also unstreitig aus dieser Zeit, und nurj die Gewölbe inletzterer, wie bemerkt, nach 1434 erneuert, was sich auch inder Crypta aus der Vergleichung ihrer Säulen mit den alternWandsäulen sehr deutlich ausspricht. An diesem Bau vonAnno bemerken wir nun, wie die Eckblätter der Säulenfüßenur auS unförmlichen Klumpen bestehen, auch an mehren nochfehlen, und die Knäufe von einfacher, ziemlich roher Formsind. Was nun die Kirche selbst betrifft, so wurde solche1212 begonnen, 1227 mit dem Kuppelgewölbe vollendet, 1316die Sakristei erbaut und 1683 die gegenwärtige Anmalungund Vergoldung im Innern der Kirche vorgenommen.
S. 236. Die Ansicht der Apostelkirche vom Neumarkt ansgehört zu den großartigsten und anmuthigsten, die Kirche selbstzu den schönsten; sie ist zudem für die Bangeschichte besonderswichtig, da sie einen abermaligen Beweis liefert, wie diehöchste Blüthe des Rnndbogenstils gegen das Jahr 120» zusetzen ist. Den Bau einer Kirche begann hier Erzbischos He-ribert 1021 und sein Nachfolger Piligri» vollendete ihn1035, allein sie verbrannte i»gg und abermals 119g. Diegegenwärtige Kirche wurde nun nach diesem letzten Branderbaut, und von der altern scheint nichts übrig geblieben zuseyn, als der untere Theil deS Hauxtthnrms und einiger an-