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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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diese Kapelle eigens bestellt, also nach 1426 gefertigt wordensehn, was um so wahrscheinlicher wird, wenn man dasselbemit dem oben gedachten Wandgemälde am Grabmal des Erz-bischofs Cuno in St. Castor zu Koblenz, nach 1388 gefertigt,vergleicht. Eine Jahreszahl findet sich nirgends darauf, wohlaber ans dem einen Flügel ein sehr deutliches »i so wie ansdem andern ein eben so deutliches x, v und x nur daß derBerbindungsstrich an ersierem von unten nach oben, und nichtwie üblich von oben nach unten gezogen. ES ist nun wohlnicht abzusehen, weshalb der Maler nicht eben so gut si. Xnxgeheißen haben könne, wie Wilhelm oder Stephau, da dieKölner Nachrichten von keinen, derselben etwas wissen, dieLimburger Chronik des Meisters Wilhelm schon 1380 gedenkt,die Stelle^) in A. Dürers Reisebericht aber das geseheneGemälde nicht näher bezeichnet, mithin eben so gut ein an-deres darunter verstanden sehn kann. Hieß nun der Malerdieses herrliche» Bildes wirklich SI. Xox, was niemand ge-rade um des ungewöhnlichen NamenS willen für unmöglicherklären wird, so erscheint es als eigne Tücke des Schicksals,daß man ihm denselben streitig machen will, obschon er ihn sodeutlich und in die Augen fallend auf de» Vordergrund seinesBildeS gesetzt hat, wie es kaum irgend ein Anderer gethau.

S. 233. Gewiß vorzüglich sehenswert!) ist die St. Ma-rienkirche im Capitol. Ihr Grundriß ist wohl derschönste von allen; nur ihre Namensschwester, neben dem Domzu Trier stehend und 1222 bis 1243 erbaut, könnte ihr hierinvielleicht den Rang streitig machen. Daß die h. Plectrudis,um 700 eine Kirche auf dieser Stelle erbaut, ist allerdingsrichtig; allein wenn eS irgend eine Baugeschichte giebt, so wardies nicht die gegenwärtige, die nach dem ganze» Stil, beson-ders den merkwürdigen Säulen hinter der Orgel, frühestens

'1 »Item Hab 2 wcißpf. von der Taffel aufzusperren geben, dieMeister Steffen zu Cöln gemacht hat."

") Bei Baisse röe Las. 2, so wie .3 bis !> die vollständigen Nisseund die Abbildung der schönen Thure am nördlichen Eingang der-selbe».