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Beschreibung eines Reichenbach'schen Wiederholungs-Kreises, neu construirt von F. W. Breithaupt, des Heliotropen von Gauss und des Hülfs-Heliotropen von Stierlin, nebst kurzer Anleitung zur Prüfung u. Justirung, ... dieser Instrumente : mit 3 Kupfertaf.
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Wesentlichen nach seines berühmten Erlinders eigner Angabe (Schumachersastronomische Nachrichten, V. S. 3293, folgen lasse.

1) Die optische Axc des Fernrohrs muss mit der Drehungs-Axe desselben parallel seyn. Dies hervorzu-bringen, dienen die Correctionsschrauben v w (Fig. 2).

2) Zu dieser Drelmngs-Axe des Fernrohrs muss die Spiegcl-Axe K (Fig. 3) senkrecht stehen. Nachdemder Heliotrop auf ein festes Postament gestellt ist, richte man die Spiegel-Axe mit dem Führungsstift 1 m der-selben nach oben, die Scheibe M nach unten, so, dass nach dem Augenmasse der Führungsstift 1 m der Fcrnrohr-Axe parallel ist, hänge an diesen Stift eine Libelle, und bringe durch Aenderung der Länge der Drähte, womitsie an jenem Stift aufgehangen wird, die Luftblase nahe, und nachher durch die Stellschrauben des Dreifusscsgenau zum Einspielen. Man gebe nun dem Stift die entgegengesetzte Lage (war vorhin das Ende 1 nach derOcnlarseite hin, so wird es nun von derselben abwärts gerichtet), hebe das Fernrohr vorsichtig aus seinen Pfannen-lagern und lege es umgekehrt wieder ein. Die Luftblase muss alsdann einspielen, und sonst wird die eine Hälftedes Ausschlags an den Fussschrauben und die andere an den Schrauben n o (Fig. 3) corrigirt. Eine Herstellungin die erste Lage ergiebt sodann, ob die Vertheihing richtig gemacht ist. Diese Methode beruht auf der Voraus-setzung, dass die walzenförmigen Ansätze N und 0, mit welchen das Fernrohr in den Lagern ruhet, genaugleichen Kreis-Umfang haben.

3) Die Ebenen der drei Spiegel (des kleineren p und der beiden Bestandtheilo d und e des grösseren) müssender Spiegel-Axe K parallel seyn. Erhält eine Ebene a b (Fig. 4) eine halbe Umdrehung um eine ihr parallele AxeAIS, so wird sie in eine mit ihrer ersten Lage parallele, aber entgegengesetzte Lage b a gebracht; die halbe Um-drehung b' a' wird aber nicht parallel a b', wenn diese A' B' nicht parallel war. Diesem Grundsätze zufolge stelleman zwei mit Kreuzfäden versehene Fernrohre M N, Fig. 5, so auf, dass scharf unterscheidbare, nicht zu entfernteGegenstände 0 P in ihren optischen Axen erscheinen, und diese Axen nahe in einer Ebene liegen. Man schraubenun das Stück G mit dem Spiegelwerk vom Fernrohr ab, und nachdem man cs auf ein Brett oder ein Kästchenbefestigt hat, bringe, man dieses auf einen fest stehenden Tisch nahe in den Schnitt der optischen Axen, so, dassdie Drehungs-Axe K ungefähr iu ihrer Ebene liegt und den AVinkel derselben halbirt. Yen zu prüfenden Spiegelstelle man senkrecht auf jene Ebene, und bewirke durch kleine Drehungen und sanfte Anschläge, sowohl an demSpiegel selbst als an das Brett oder Kästchen, dass das Bild von 0 aus dein^^piegel refleclirt auf der optischenAxe von M erscheine; darauf drehe man den Spiegel um 180 tun seine. AxeJ und sehe, ob in dieser Lage das Bildvon P auf der optischen Axe von N erscheint. Kann solches nicht durch blosse Drehung des Spiegels um die AxeK erreicht werden, so muss die Hälfte an dem Brett oder Kästchen, worauf der lialuncn L befestigt ist, und dieandere Hälfte durch die Schrauben f g h corrigirt werden.

4) Der Bestandtheil d muss mit dem Bestaudtheil e des grösseren Spiegels sich in einer parallelen Ebene be-finden. Das einfachste und auch hinreichende Genauigkeit gewährende Mittel, die Berichtigung auf dieses Erfor-derniss zu bewerkstelligen, ist eine gerade Linie, mit welcher die Spiegel-Axe ungefähr parallel gestellt ist, inbeiden Spiegel-Hälften zu betrachten, wo sie, mindestens dem blossen Auge, als eine einzige gerade Linie er-scheinen muss. Man kann dazu die Fahnde oder Kante irgend eines regelmässigen grossen Gebäudes benutzen;oder man richte die beiden Bestandlhcile als künstlichen Horizont ein, mittelst dessen man die Sonnenhöhe in jedemderselben mit einem Sextanten misst. Beide Messungen müssen, wenn die Berichtigung gemacht ist, gleich seyn.Die Correction wird an der Schraube li bewerkstelligt.

5) Die Ebene des kleinen Spiegels muss zu den Ebenen der beiden Bestandlhcile des grossen senkrechtstehen. Zur Correction dient die Schraube x am Schwänze des kleinen Spiegels. Man richte das Ileliotropen-Fcrnrohr und ein nahe um die Hälfte der Entfernung der Mitten beider Bestandlhcile des grossen Spiegels hintereinem höher gestellten Hiilfs-Fernrohr auf ein hinreichend entferntes Object, dass die optischen Axen beider Fern-rohre als parallel gelten können. Man bewirkt dies, indem man zuerst das Heliotropen-Fernrohr richtet, dieses

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