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Die Baupreise von Düsseldorf verglichen mit den Baupreisen in Coblenz, Berlin und Paris
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Der Tempel der Diana zu Evora, 15 Meilen von Lissabon, stellt schon 1800 Jalire, und die corintliischen Säulenwelche aus 4 Stücken bestehen, sind noch irn Lothe. Siesind von den Römern aufgeführt.

Man muss liier nicht an die Gothische Baukunst denken,und nicht an den Cölner Dom, denn dieser ist schon ver-wittert obsclion er erst 600 Jahre steht.

Die Gothen wählten die rechte Sorte der Steine nicht,wie dieses z. B. am Cölner Dom und an der Quirinskirche inNeuss zu sehen ist. Hätten sie die Steine gekannt, so wür-den sie für den inneren Ausbau des Domes zwar Steine vonden sieben Bergen genommen haben, aber für das äusserohätten sie denn Laven von Niedermendig gebraucht, denndiese halten eine Ewigkeit.

Eben so die Quirinskirche in Neuss, welche von lockeremTuffsteine erbaut ist. Diese Tuffsteine sind so locker, dasssie, ungeachtet die Kirche erst 600 Jahren steht schon ganzverwittert sind. Die steinernen Säulen sind längst abge-fallen, und hölzerne an deren Stelle gesetzt worden, diewahrscheinlich schon vor 2 oder 3 Jahrhunderte einer Repa-ratur bedurften, und wo man denn sagte: dass die höl-zernen stärker seien.

Wir stellen uns immer vor, dass Kirchen nur 2 bis 3Jahrhunderte hielten. Dieses ist ein Irrthum, der durch dasrasche Bauen entstand, was man in England thut, und wel-ches sich auch in Deutschland fortpflanzte.

Am Ratinger Tliore in Düsseldorf stehen zwei Wacht-häuser, welche vor 30 Jahren erbaut wurden. Die DorischenSäulen sind von Ziegelsteinen aufgeführt. Daran ist diePliesterung so abgefallen, dass man auf Ruinen sieht.

Und dieses ist in Düsseldorf der Fall, wo man sichrühmt, solche schöne Gebäude zu haben.