Theben liegt auf dem 29° der Breite, und auf dem 50°30 Minuten der Länge, und zwar am Nil. Es wurde vonSesostris erbaut, welcher 2650 nach Erschaffung der Weltlebte. Also 1350 Jahre vor Christi Geburt.
Theben ist jetzt verwüstet, aber es steht noch ein Tem-pel oder Palast da, der Louqsor heitst, und von da höhlteman den Obilisken, der jetzt in Paris steht.
Es hiess sonst: die hundertthorige Stadt.
Zu Louqsor standen 2 Obilisken, und zwar an einerMauer, die 70 Fuss Höbe hat, und zwischen diesen beidenObilisken ging ein Eingang, von 30 bis 40 Fuss breit, in denTempel.
Der zur rechten Hand ist nun genommen, indem derandere stehen geblieben ist.
Dieser Obilisk ist 72 Fuss boch. Er stammt von Seso-stris, und ist ganz mit Hyrogliphen bedeckt, welche Stein-sprache wir vergebens zu entriithseln suchen.
Man nennt ihn den kleinen Obilisken, wahrschein-lich weil er nur 72 Fuss hoch ist, indem der andere, derstehen geblieben ist, 75 Fuss Höhe hat.
Der Obilisk an der St. Peterskirche in Rom ist 126 Fusshoch, und zwar mit dem Kreuze und dem Fussgestell, undder 78 Fuss hohe Schaft ist aus Einem Stück Granit, undwahrscheinlich die grösste Granitmasse unter den Werkendes Alterthums.
Die Granitsäule zu St. Petersburg, welche vor 2 Jahrenerrichtet wurde, hat eine Höhe von 88 par. Fuss, und wirdnoch von dem Obilisken an der St. Peterskirche um 10 FussHöhe übertroffen. Sie wiegt i Milk 300,000 Pfd. und ist3 mal so schwer wie der Obilisk.
Das grösste Kohlenscbiff, welches bei 750 Thlr. kostet,trägt ungefähr 480,000 Pfd. Auf diese Weise kann man dieKohlenschiffe an den Obilisk von Louqsor knüpfen; denn