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9.
Seekrankheit
Die grauen NachmittagswolkenSenken sich tiefer hinab auf das Meer,Das ihnen dunkel entgegensteigt,Und zwischendurch jagt das Schiff.
Seekrank sitz ich noch immer am Mastbaum,Und mache Betrachtungen über mich selber,Uralte, aschgraue Betrachtungen,
Die schon der Vater Loch gemacht,
Als er des Guten zuviel genossen,
Und sich nachher so übel befand.
Mitunter denk ich auch alter Geschichten,-Wie kreuzbezeichnete Pilger der VorzeitAuf stürmischer Meerfahrt das trostreiche BildnisDer heiligen Jungfrau gläubig küßten,-Wie kranke Ritter in solcher Seenot,
Den lieben Handschuh ihrer DameAn die Lippen preßten gleich getröstet -Ich aber sitze und kaue verdrießlichEinen alten Hering, den salzigen TrösterIn Katzenjammer und Hundetrübsal!
Unterdessen kämpft das SchiffMit der wilden wogenden Flut,-
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