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Buch der Lieder
Entstehung
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295
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n k I T

30.

Was will die einsame Träne?Sie trübt mir ja den Blick.

Sie blieb aus alten ZeitenIn meinem Auge zurück.

Sie hatte viel leuchtende Schwestern,Die alle zerflossen sind,

Mit meinen Qualen und Freuden,Zerflossen in Nacht und Wind.

Wie Nebel sind auch zerflossenDie blauen Sternelein,

Die mir jene Freuden und QualenGelächelt ins Herz hinein.

Ach, meine Liebe selberZerfloß wie eitel Hauch!

Du alte, einsame Träne,

Zerfließe jetzunder auch!

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