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Buch der Lieder
Entstehung
Seite
190
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Der Ritter umschlingt sie mit Liebesmacht,Der Hölzerne steht jetzt in Feuer,

Der Blasse errötet, der Träumer erwacht,Der Blöde wird freier und freier.

Sie aber, sie hat ihn gar schalkhaft geneckt,Sie hat ihm ganz leise den Kopf bedecktMit dem weißen, demantenen Schleier.

In einen kristallenen WasserpalastIst plötzlich gezaubert der Ritter.

Er staunt, und die Augen erblinden ihm fastVor alle dem Glanz und Geflitter.

Doch hält ihn die Rixe umarmet gar traut,Der Ritter ist Bräutgam, die Rixe ist Braut,Ihre Jungfrauen spielen die Zither.

Sie spielen und singen, und singen so schön,Und heben zum Tanze die Füße,-Dem Ritter, dem wollen die Sinne vergehn,Und fester umschließt er die Süße -Da löschen auf einmal die Lichter aus,Der Ritter sitzt wieder ganz einsam zu Haus,In dem düstern poetenstübchen.

j90