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Buch der Lieder
Entstehung
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Könntest du durchschau» dies HerzeUnd sein innerstes Gefühl!

Dann erst sähst du: es so grausamFortzustoßen, war zu viel.

Mag sein, daß die Welt dich preise,Und die Tat mit Freuden seh, -Muß nicht selbst ein Lob dich kränken,Das erkaust mit fremdem Weh?

Mag sein, daß viel Schuld ich trage,-War kein andrer Arm im Land,

Mir die Todeswund zu schlagen,

Als der einst mich lieb umwand?

Dennoch täusche dich nicht selber,Langsam welkt die Liebe bloß,

Und man reißt so raschen BruchesNicht ein Herz vom Herzen los.

Immer soll dein Herz noch schlagen,,Meins auch, blut es noch so sehr,-Immer lebt der Schmerzgedanke:

Wieder sehn wir uns nicht mehr!?

Solche Worte schmerzen bittrer,Als wenn man um Tote klagt,-Jeder Morgen soll uns findenIm verwitwet Bett erwacht.

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