Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
175
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Und die Nacht, so still und hehr,Gönnt dir Ruhe nimmermehr,-Und des Tages SonnenscheinSoll dir unerträglich sein.

Aus deinen Tränen, falsch und schlau,Kocht ich ein tödliches Gebrau,-Aus deines Herzens schwarzem Quellpreßt ich des schwarzen Blutes Well,-Aus deines Lächelns Falt ich zogDie Schlang, die dort sich ringelnd bog,-Aus deinem Mund nahm ich den Reiz,Den Hauch des allerschlimmsten Leids,-Ich prüft manch Gift, das mir bekannt,Doch deins am giftigsten ich fand.

Bei deines Schlangenlächelns Mund,Eiskaltem Herzen, Arglistschlund,Bei deinem Aug, scheinheilig gut,Bei deiner Seel verschloßner Wut,Bei deiner Kunst, womit du garDein Herz für menschlich gäbest dar,Bei deiner Lust an fremdem Leid,Bei deiner Kainsähnlichkeit,

Hierbei verfluch ich dich, Gesell,-Sei selber deine eigne Höll!

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